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Filmfestspiele von Deauville: Was Diane Krüger an Drogenbaron Escobar fasziniert

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Filmfestspiele von Deauville: Was Diane Krüger an Drogenbaron Escobar fasziniert

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14 Filme konkurrieren um den Sieg beim Festival des Amerikanischen Films in Deauville. Vorsitzender der Jury ist der ehemalige französische Minister für Kultur und Kino-Liebhaber Frédéric Mitterand.

In der Kleinstadt in der Normandie wurden strikte Sicherheitsvorkehrungen getroffen – bei Veranstaltungen in Frankreich ist das Alltag.

“Die 42. Auflage des legendären Amerikanischen Filmfestivals will in schwierigen Zeiten eine Botschaft der Hoffnung vermitteln. In Deauville wird das Kino als Brücke zwischen Nationen und Kulturen gefeiert”, so euronews-Reporterin Lise Pedersen in Deauville.

Die aus Deutschland stammende Schauspielerin Diane Krüger ist in “The Infiltrator” zu sehen. Die Grundlage des Films ist eine wahre Geschichte: Ein verdeckter Ermittler wird in die Bande des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar eingeschleust und trägt erheblich zur Zerschlagung des Kartells bei. Dargestellt wird der Ermittler vom US-Amerikaner Brad Furman, Diane Krüger spielt eine Agentin, die sich als seine Verlobte ausgibt.

“Ich bin von Pablo Escobar und dem ganzen Drogenkartell besessen. Ich lebe in den USA, dort ist das Thema wohl bekannter als in Europa. Mir gefällt die Sendung Narcos“, sagt Krüger. “Organisierte Kriminalität und die Vestrickung von Regierungen und Banken faszinieren mich. Das ist irgendwie mein Ding, den Film würde ich mir auf jeden Fall angucken. Ich habe jemanden dargestellt, der noch am Leben ist, da habe ich die Frau mit Fragen gelöchert, um in diese Welt einzutauchen. Ich fand das faszinierend.”

Donald Trump: Eine Rolle für Stanley Tucci?

Jungschauspieler wie die Amerikanerin Chloe Grace Moretz oder der Brite Daniel Radcliffe gaben sich in Deauville die Ehre. Bei den Festspielen standen natürlich die Filme, aber auch die Filmemacher im Scheinwerferlicht.

Schauspieler und Regisseur Stanley Tucci weihte in Deauville seine eigene Ehrenkabine ein. Der US-Amerikaner hat in drei Jahrzehnten in mehr als 50 Filmen mitgewirkt. Der kahlköpfige Tucci besticht durch seine darstellerische Vielseitigkeit.

“Sie sind bekannt dafür, dass Sie gerne Ihre Haare zurück hätten. Wenn ich Ihnen eine blonde Perücke anbieten würde, wären Sie dann bereit, in Ihrem nächsten Film Donald Trump zu spielen?”, fragt euronews-Reporterin Lise Pedersen.

Tucci: “Das ist sehr gut möglich. Donald Trump zu verkörpern, wäre faszinierend. Doch ich weiß nicht, ob ich der Richtige wäre, um Donald Trump zu spielen.” Und wie würde er sich darauf vorbereiten? “Es würde eine Weile dauern, sich seine Gesten draufzuschaffen. Oder DIE Geste, er hat ja nur ein oder zwei. Und diese Stimme, seine Körperfülle und sein erstaunliches Ego, sagt Tucci.

“Where to Invade Next” ist das neue Werk des US-Dokumentarfilmschaffenden Michael Moore. Auch dieser Streifen, der Aspekte der Sozialpolitik in den USA mit anderen Ländern vergleicht, wird bei den Festspielen von Deauville gezeigt.

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