Eilmeldung

Sie lesen gerade:

USA: Bauarbeiten für Ölpipeline auf Sioux-Stammesgebiet gestoppt

welt

USA: Bauarbeiten für Ölpipeline auf Sioux-Stammesgebiet gestoppt

Werbung

Im Streit um den Bau einer Ölpipeline durch Stammesgebiet von Sioux-Indianern hat die US-Regierung eingelenkt. Die Bauarbeiten sind in bestimmten Gegenden gestoppt worden, um den Bedürfnissen der Ureinwohner entgegenzukommen.

Das Projekt des Unternehmens Energy Transfer Partners würde entlang eines Reservats führen.

Ron Ness vom “North Dakota Petroleum Council” ist wenig begeistert: “Die Proteste sind sehr bedauerlich. Pipelines sind der sicherste und effizienteste Weg, um Öl auf den Markt zu bringen. Dieses Öl wird auf jeden Fall produziert. Würden sie es lieber in Lastwagen und Zügen sehen oder in Rohrleitungen?”

Seit Wochen protestieren die Ureinwohner in North Dakota und fordern, an der Planung beteiligt zu werden. Sie fürchten eine Beeinträchtigung heiliger Stätten und eine Verunreinigung des Trinkwassers, da die Pipeline durch den Missouri und einen Stausee am Fluss verlaufen soll.

“Sie können uns nicht garantieren, dass die Pipeline nicht brechen oder platzen wird. Und sollte ein solcher Unfall passieren, wird das Öl das Wasser, die Böden, die Pflanzen kontaminieren. Alles auf seinem Weg wird sterben”, sagt ein Urweinwohner

Kurz zuvor hatte ein Bundesgericht in Washington den Antrag des betroffenen Sioux-Stammes auf einen vorläufigen Baustopp zurückgewiesen.Trotzdem lenkte die US-Regierung ein. In dem betroffenen Reservat leben noch 8000 Indianer.

Mit einer Länge von 1879 Kilometern soll die umstrittene Pipeline durch vier Bundesstaaten von North Dakota nach Illinois täglich bis
zu eine halbe Million Tonnen Erdöl transportieren.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel