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Erste Fixerstube in Paris


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Erste Fixerstube in Paris

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In Paris ist die erste Fixerstube Frankreichs eröffnet worden. In dieser Einrichtugn in der Nähe des Nordbahnhofs können sich künftig Abhängige selbst mitgebrachte Drogen unter medizinischer Aufsicht spritzen.

Den Süchtigen stehen hygienisch einwandfreie Spritzen zur Verfügung. Damit wird die Gefahr einer Ansteckung mit Hepatitis C oder HIV gemindert. Auch die Gefahr einer Überdosierung ist geringer.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo besuchte das Zentrum und erklärte: “Ich bin heute sehr berührt und stolz, denn das, was wir hier machen, ist nützlich. Es nutzt Menschen, die in großer Not und vollkommen verzweifelt sind. Diese Menschen können hierherkommen, die Tür steht ihnen offen. Sie können beraten werden und sie können an ein Leben ohne Abhängigkeit und Drogen herangeführt werden.”

Die Gesundheitsministerin Marisol Touraine betonte: “Diese Fixerstube ersetzt nicht die bereits existierenden politischen Maßnahmen. Sie richtet sich an Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben und die man anders erreichen muss.”

Hidalgo dankte Touraine für ihr Engagement bei diesem Projekt, das nicht unumstritten war.

In Deutschland öffnete vor 22 Jahren die erste Fixerstube in Frankfurt-am-Main ihre Türen. Es gibt auch ähnliche Einrichtungen in den Niederlanden, Dänemark, Luxemburg, Spanien und der Schweiz. In Paris war der Widerstand gegen das Zentrum sehr groß.

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