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Regensburger Domspatzen: Bereits 422 mögliche Missbrauchsopfer

Der Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen ist offenbar noch umfassender als angenommen.

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Regensburger Domspatzen: Bereits 422 mögliche Missbrauchsopfer

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Der Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen ist offenbar noch umfassender als angenommen. Bislang haben sich 422 mögliche Opfer gemeldet, teilte das Aufarbeitungsgremium mit. Diese sollen finanziell entschädigt werden und zwischen 5.000 und 20.000 Euro erhalten.

Opfersprecher Alexander Probst erläutert, was er aus der bisherigen Aufarbeitung mitnimmt: “Ein Entgegenkommen, ein Anerkennen, ein Wissen: Du bist jetzt nicht mehr der, der das Bistum beschmutzt hat, sondern du bist der, der hier als gleichberechtigter Partner sitzt und eine Anerkennung bekommt. Und damit ist die Leistung, wie sie kategorisiert wird, absolut nebensächlich. Entscheidend ist, dass sie da ist.”

Von den mutmaßlichen Tätern sind bis auf einen alle bereits gestorben. Die untersuchten Missbrauchsfälle ereigneten sich zwischen 1945 und den 1990er Jahre. Die Domspatzen wurden 30 Jahre lang von Georg Ratzinger, dem Bruder des emeritierten Papsts Benedikt, geleitet.