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Versorgungsmängel in UNHCR-Camps bei Mossul


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Versorgungsmängel in UNHCR-Camps bei Mossul

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Nach dem Beginn der Großoffensive auf die IS-Hochburg Mossul hat im Nordirak ein Flüchtlingsstrom eingesetzt, der unüberschaubare Ausmaße anzunehmen droht. Als Folge der Kämpfe sieht das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR etwa eine Million Zivilisten in Gefahr, bis zu 700.000 Menschen könnten Hilfe benötigen.

Mohammed Ismail Khalils Familie lebt jetzt in einem Zelt. Sie stammt aus einem Dorf, das ins Kreuzfeuer zwischen IS-Dschihadisten und Kurdischen Peschmerga-Kämpfern geriet: “Am Ende kam es in unserer Nähe zu Schusswechseln. Wir dachten nur: Um jeden Preis müssen wir die Soldaten erreichen, auch wenn wir sterben. Dann haben wir es tatsächlich zu den Peschmerga geschafft, obwohl neben uns eine Granate explodierte.”

Im Camp Zilkan nordöstlich von Mossul sind vier Tage nach der Öffnung bereits 42 Familien eingetroffen. Es liegt nahe der Stadt Badarash zwischen Mossul und der Kurdenmetropole Erbil. Die mehrfache Mutter Umm Hameed berichtet von Versorgungsmängeln: “Uns geht es soweit ganz gut hier. Wir haben Decken bekommen, aber wir brauchen Wasser und mehr Essen. Vor allem brauchen wir dringend Brot.”

Nach eigenen Angaben hat das UNHCR bisher fünf zusätzliche Camps in der Region errichtet, die Platz für 45.000 Menschen bieten. Weitere elf Camps mit einer Gesamtkapazität von 120.000 Plätzen seien in Planung. Sofern die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt würden und wenn alle Einrichtungen bereit seien, könne das UNHCR 600.000 Menschen in Behelfsunterkünften versorgen.

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