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Pinguin, Robbe & Co.: Ruhe für die kommenden Jahrzehnte


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Pinguin, Robbe & Co.: Ruhe für die kommenden Jahrzehnte

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Ungestört leben in der Antarktis: Für viele Tiere soll das in einem neuen Schutzgebiet möglich werden. Beschlossen haben es die EU sowie weitere 24 Staaten.

In Hobart, der Hauptstadt der australischen Insel Tasmanien, fiel die Entscheidung. Dort hatte sich die Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis getroffen. Gegen den anfänglichen Widerstand von Russland erzielte man am Ende die Einigung: In dem Gebiet wird die kommerzielle Fischerei für die nächsten 35 Jahre verboten sein.


Lage des Rossmeeres am Rand der Antarktis

Die Schutzzone liegt im Rossmeer und ist mit 1,55 Millionen Quadratkilometern rund viermal so groß wie Deutschland. In einem Gebiet von 1,1 Millionen Quadratkilometern ist sogar jeglicher Fischfang verboten.

Umweltorganisationen begrüßten die Einigung. “Es ist überhaupt die größte Meeresschutzzone”, sagte die Sprecherin des Verbundes von Umweltorganisationen Antarctic Ocean Alliance, Elsa Evers. Die Organisation sprach von einer Entscheidung, die Geschichte schreibe. Kritiker heben aber hervor, dass das Abkommen zunächst nur 35 Jahre lang gilt. Ein Vertreter des World Wide Fund for Nature (WWF) in Australien, Chris Johnson, sagte: “Meeresschutzzonen müssen auf Dauer eingerichtet werden.”

Weitgehend intakte Natur

Das Rossmeer gilt als eines der ökologisch wichtigsten Meeresgebiete der Welt. Wissenschaftler sagen, die Natur dort sei noch weitgehend intakt. Das liegt auch daran, dass auch bisher nur wenige Schiffe in das unwirtliche Gebiet vorgedrungen sind. Im Rossmeer leben unzählige kleine Fischarten und Kleinstkrebse (Krill), die anderen Tieren wie Pinguinen, Robben und Walen als Nahrung dienen. In Zukunft könnte die Schutzzone in der Antarktis noch wichtiger werden. Wissenschaftler erwarten, dass wegen der Klimaerwärmung werden wahrscheinlich viele Tierarten in kühlere Meeresbereiche wandern.

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