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"Moonlight": Jung, schwarz und schwul


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"Moonlight": Jung, schwarz und schwul

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“Der berührendste und schönste Film des Jahres”: Die Kritiker sind von dem low-budget Film “Moonlight” begeistert.

Der Film “Moonlight” über den jungen Schwarzen Chiron ist in den USA bereits ein Publikumserfolg.

Chiron ist schwul. Er wächst in einem Armenviertel in Miami auf. Als Junge wird er von seinen Mitschülern drangsaliert. Von seiner crack-süchtigen Mutter kann er keine Hilfe erwarten. Er rutscht in die Kriminalität ab. Doch dann meldet sich eines Tages aus heiterem Himmel seine Jugendliebe Kevin bei ihm.

Regisseur Barry Jenkins will mit seinem Film den Unsichtbaren eine Stimme geben: “Viele Menschen in den USA haben das Gefühl, dass sie keine Rechte und nichts zu sagen haben. Unsere Geschichte ist besonders aufgrund der Hauptperson und dem Ort, wo sich alles abspielt. Wir erzählen von einer Welt und einem Menschen, die normalerweise nie gehört werden, die sonst unsichtbar sind.”

Internationale Kritiker haben “Moonlight” bereits zum besten Film des Jahres gekürt. Er gilt auch als ein heißer Oscar-Anwärter.

Die britische Schauspielerin Naomie Harris spielt Chirons drogensüchtige Mutter. Auf die Frage, wie mehr vielseitige Filme gefördert werden können, antwortet sie: ‘‘Man muss mehr Filme mit kleinen Budgets machen, denn dann können die Menschen ihre Lieblingsprojekte umsetzen. Es ist einfacher kleine Filme zu machen. Sie müssen aber auch Erfolg haben und wenn Moonlight das gelingt, dann werden die Filmproduzenten sehen, dass solche Filme gut ankommen, dass sie gefragt sind und dass, die Menschen ins Kino gehen, um sie zu sehen.”

Die Sängerin Janelle Monáe spielt die Freundin eines Crack-Dealers. Sie war sofort von dem Filmprojekt begeistert: “Ich habe das Skript gelesen. Es war einzigartig, anders und der Schreibstil war sehr roh und echt. Die Personen waren nuanciert. bereits auf dem Papier erschienen sie wie wahrhaftige, reale Menschen. Nicht einseitige, sondern facettenreiche, komplizierte Menschen.”

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