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So long, Leonard Cohen!


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So long, Leonard Cohen!

Eine Stimme, die sofort unter die Haut geht , tiefe, poetische Texte und melancholische Melodien. So verabschiedet sich Musiklegende Leonard Cohen, der Mann mit Hut, der jahrzehntelang Millionen Fans weltweit verzauberte. Nun ist er im Alter von 82 Jahren gestorben. Kollegen und Millionen Fans auf der ganzen Welt trauern um den kanadischen Meister der Melancholie.

Der legendäre Dichter, Songschreiber und Künstler hatte erst vor wenigen Wochen sein letztes Album “You Want It Darker” veröffentlicht, sein musikalisches Vermächtnis. “I’m ready, my Lord” – lautet eine der zentralen Zeilen des Titelsongs, “Ich bin bereit, Herr”.

Der kanadische Songpoet hinterlässt vierzehn Studio- und acht Livealben, einen bis heute gern gespielten Songkatalog, für den er 2008 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde und 2010 den Grammy für sein Lebenswerk erhielt.

Songs wie “Suzanne”, “So long Marianne” oder “Hallelujah” machten ihn im New York der 60er Jahre als Musiker bekannt . Zuvor hatte er bereits Gedichte und Romane geschrieben. Oft wurde er mit dem anderen großen Pop-Poeten Bob Dylan verglichen.

Als dieser vor drei Wochen den Literaturnobelpreis erhielt, fanden viele, Cohen hätte ihm ebenso verdient. Beispielsweise für sein “Buch der Sehnsüchte” (“Book of Longing”), das US-Komponist Philip Glass 2007 vertonte.

“Leonard Cohen ist sowohl Songschreiber, als auch Dichter”, sagte Glass damals. “Er hat diese ganz besondere Mischung und das macht es so angenehm, seine Arbeit in Musik umzusetzen.”

Das letzte große Interview gab Cohen im vergangenen Monat dem Magazin “The New Yorker”. “Ich bin bereit zu sterben”, hatte er dabei unter anderem gesagt. “Ich hoffe nur, es wird nicht zu ungemütlich.”

Cohen ist nur wenige Monate nach seiner Muse Marianne Ihlen gestorben, für die er zwei seiner seiner bekanntesten Lieder schrieb: “So Long, Marianne” und “Bird On The Wire”.

Alben wie “Songs of Leonard Cohen” (1967), “Songs of Love and Hate” (1971) und “Death of a Ladies’ Man” (1977) beeinflussten ganze Generationen von Musikern – und Fans. So manch einer hat die Scheiben bis heute im Regal….

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