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Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Der nächste Establishment-Schreck vor dem Triumph


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Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Der nächste Establishment-Schreck vor dem Triumph

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Rund 7 Millionen Bulgaren sind am Sonntag aufgerufen in einer Stichwahl ihr neues Staatsoberhaupt zu bestimmen. Der russlandfreundliche Ex-General Rumen Radew liegt in den Meinungsumfragen deutlich vor der pro-westlichen Kandidatin der bürgerlichen Regierungspartei GERB, Parlamentspräsidentin Zezka Zatschewa.

Der ehemalige Oberkommandierende der Luftwaffe wird von den oppositionellen Sozialisten unterstützt. General Radew ist ein Polit-Neuling, der Zuspruch von Menschen erhält, die mit dem als korrupt und verfilzt empfundenen Establishment unzufrieden sind. Radew hat sich für eine Verschärfung der Grenzsicherung ausgesprochen, um illegale Einwanderung zu unterbunden.

“Die Menschen haben auf einen raschen Übergang zu Wohlstand und höheren Lebensstandard gehofft. Das hat sich nur für einen kleinen Teil der Bürger bewahrheitet”, klagte General Radew bei der TV-Debatte am vergangenen Donnerstag.

Der Ausgang der Stichwahl ist auch für das Überleben der Mitte-Rechts-Regierung entscheidend: Ministerpräsident Boiko Borissow (GERB) will bei einem Scheitern der Regierungskandidatin Zatschewa zurücktreten.





Die 58-jährige Juristin war vor der Wende Mitglied der damaligen kommunistischen Staatspartei. Daß 27 Jahre nach der Wende zwei Ex-Kommunisten das höchste Staatsamt unter sich ausmachen, kommt bei Reformern und Antikommunisten nicht gut an.

Der pro-westlichen Amtsinhaber Rossen Plewneliew hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Mit dem neuen Präsidenten wird Bulgarien am 1. Januar 2018 den EU-Ratsvorsitz übernehmen.

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