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Moldawien: Russlandfreundlicher Kandidat gewinnt Präsidentschaftswahlen


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Moldawien: Russlandfreundlicher Kandidat gewinnt Präsidentschaftswahlen

In der Republik Moldau hat ein russlandfreundlicher Kandidat die Präsidentschaftswahl gewonnen: der Sozialist Igor Dodon, der schon kurz nach seiner Wahl angekündigt hat, die von ihm ungeliebte Regierung zu entfernen. Dazu soll es im kommenden Jahr Neuwahlen geben.

Der russischen Nachrichtenagentur TASS zufolge hat Dodon außerdem bereits kurz nach der Wahl die russische Annexion der Krim verteidigt. Die Halbinsel, so Dodon, sei de facto russisch.

Manche sehen in dem Wahlausgang eine Protestwahl gegen die Regierung, andere vermuten Wahlbetrug. Zumindest diesen Vorwurf können Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, nicht bestätigen.

“Nicht korrekte” Wahlen

Die europafreundliche Kandidatin Maia Sandu spricht dagegen von “nicht korrekten” Wahlen. Sandu fehlen nur rund zweieinhalb Prozent der Stimmen für einen Wahlsieg. Ihr Wahlkampf war vor allem gegen die Korruption gerichtet, die das Land hunderte Millionen Euro gekostet hat und wegen der ein ehemaliger Ministerpräsident ins Gefängnis wanderte.

Dodon machte dagegen mit einem EU-kritischen Kurs Wahlkampf. Er kündigte an, ein Handelsabkommen mit der Europäischen Union aufzukündigen, das das Land erst vor zwei Jahren unterzeichnet hatte.

Etwa 2.000 Menschen haben gegen den Ausgang der Wahl demonstriert. Vielleicht wird es für die Gegner des neuen Präsidenten aber nicht ganz so schlimm wie befürchtet: Igor Dodon hat Gerüchten zufolge angekündigt, das Handelsabkommen mit der EU trotz seines russlandfreundlichen Kurses doch nicht zu kappen.

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