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Merkel muss mit "zwiespältigen" Wählern rechnen, SPD-Kandidat erst im Januar


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Merkel muss mit "zwiespältigen" Wählern rechnen, SPD-Kandidat erst im Januar

Viele EU-Partner haben die Entscheidung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt, noch einmal anzutreten. Zuhause sind Merkels Zustimmungswerte zwar wieder gewachsen, doch diesmal gibt es mehr Gegenwind als vor drei Jahren.

“Ich bewerte es zwiespältig”, so ein Passant in München. “Es ist gut, weil sie doch einen gewissen Stabilitätspol darstellt in der westlichen Welt. Andererseits missfällt mir schon seit längerem, dass sie eigentlich keine richtig neuen Ideen einbringt, weder in der nationalen noch in der Außenpolitik.”

Merkels vorgezogenen Entscheidung hat den Koalitionspartner SPD in
Zugzwang gebracht. Am Montag entschied die Parteispitze aber, ihren Spitzenkandidaten wie geplant bei einer Vorstandsklausur im Januar festzulegen.

SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel hätte bei der Kandidatur-Frage den ersten Zugriff, kämpft aber mit mäßigen Beliebtheitswerten und hat sich offiziell noch nicht entschieden. Zweiter möglicher Kandidat ist der derzeitige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Er gilt vielen als glaubwürdigerer Vertreter klassischer SPD-Ziele, ist in Deutschland aber weniger bekannt. Falls beide wollen, könnte es zu einer Abstimmung kommen.

Man strebe keine Fortsetzung der großen Koalition an, wolle mit einem geschärften Profil in den Wahlkampf ziehen und selbst den nächsten Kanzler stellen, so die SPD-Spitze. Als Juniorpartner der CDU ginge das nicht, im Gespräch ist deshalb eine Koalition mit der Linken und den Grünen.

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