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Kuba trauert um Fidel Castro (90†)

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Kuba trauert um Fidel Castro (90†)

Fidel Castro ist am Freitag im Alter von 90 Jahren gestorben. Der kubanische Revolutionsführer regierte den Karibikstaat fast 50 Jahre lang bis über Übernahme der Amtsgeschäfte durch seinen Bruder Raul. Sein Gesundheitszustand hatte sich im vergangenen Jahrzehnt deutlich verschlechtert.

Für Samstag wurden umgehend Trauerfeierlichkeiten und die Einäscherung anberaumt. Die Beisetzung ist für den 4. Dezember in Santiago de Cuba nahe Castros Geburtsort geplant.

Die Nachricht vom Tod Fidels überbrachte sein 85-jährige Bruder Raul Castro in einer noch in der Nacht auf Samstag ausgestrahlten Fernsehmitteilung: “Mit großer Trauer trete ich vor sie, um unserem Volk, unseren Freunden in Amerika und der Welt mitzuteilen, dass heute am 25. November um 22:29 Uhr der Chefkommandant der kubanischen Revolution gestorben ist. Sein Leichnam wird am Samstag in den frühen Stunden eingeäschert werden, so wie es der Wunsch des Genossen Fidel war.”

Fidel Castro wurde 1926 im Osten Kubas geboren. Früh beklagte er die soziale Ungleichheit der damaligen Gesellschaft. Später nahm er den Kampf gegen den Diktator Fulgencio Batista auf, zunächst als Rechtsanwalt, dann als Guerilla-Kommandeur. Im Jahr 1959 übernahm er die Macht und führte auf Kuba den Sozialismus ein. Mit Enteignungen, seinem harschen Vorgehen gegen Oppositionelle und als Verbündeter der Sowjetunion im Kalten Krieg machte er sich im Westen viele Feinde. Bei der Gemeinde der geflohenen Exil-Kubaner war Castro bis zuletzt verhasst.

Castro äußerte sich bis in seine letzten Lebensmonate hinein mit Aufsätzen und Zeitungskolumnen zur Lage des Landes und der Welt. Politisch war er nach der Übergabe der Amtsgeschäfte aber vor allem als Symbolfigur der Revolution relevant. Öffentliche Auftritte waren selten. Nach Monaten der Spekulationen über ein mögliches Ableben zeigte sich Castro zuletzt anlässlich der Feierlichkeiten zu seinem 90. Geburtstag Ende Juli.

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