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Hackerangriff auf Nahverkehr in San Francisco

In San Francisco haben Hacker offenbar erfolgreich das öffentliche Nahverkehrssystem angegriffen.

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Hackerangriff auf Nahverkehr in San Francisco

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In San Francisco haben Hacker offenbar erfolgreich das öffentliche Nahverkehrssystem angegriffen. Zwar konnten die Züge normal fahren, aber nach einem Bericht des San Francisco Examiner haben die Hacker seit Freitag unter anderem Fahrkartenautomaten außer Betrieb gesetzt.

Die Automaten zeigten eine Nachricht, in der stand, dass alle Daten verschlüsselt worden seien, außerdem war eine E-Mailadresse Hacker zu sehen.
Auch auf ausgedruckte Fahrpläne mussten die Fahrgäste verzichten, stattdessen wurden die Pläne von Hand geschrieben und ausgehängt.

Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens fürchteten, dass auch Personaldaten von dem Hack betroffen sein könnten. Am Sonntag haben zumindest einige Ticketautomaten wieder funktioniert.

Was ist "Ransomware"?

Ransomware" befällt derzeit immer häufiger auch private Computer. Sie verschlüsselt Dateien, sodass Computernutzer nicht mehr auf diese zugreifen können. Einen Code oder eine Software zur Entschlüsselung erhält man erst, wenn man den Hackern ein Lösegeld überwiesen hat.

Der Examiner berichtet weiter, die Hacker forderten rund 70.000 Euro in der Cryptowährung Bitcoin. Zahlungen in Bitcoins laufen über das Internet und sind nur schwer nachzuverfolgen.

Möglicherweise hat es sich bei der Attacke nicht um einen gezielten Angriff auf den Nahverkehr gehandelt. Ein Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens könnte auch einfach aus Unwissenheit eine infizierte Datei, sogenannte “Ransomware”, heruntergeladen haben.