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Kerry und Lawrow erörtern Syrienkrise

Kerry kam in Rom auch mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, zusammen.

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Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Gegner von Präsident Baschar al-Assad für die Blockade des Friedensprozesses in Syrien verantwortlich gemacht. Lawrow traf am Rande einer Konferenz über Sicherheitsfragen im Mittelmeerraum in Rom seine Kollegen John Kerry aus den USA und den Italiener Paolo Gentiloni. Russland befürworte den Dialog, aber die Verhandlungen würden von denjenigen blockiert, die den syrischen Präsidenten zuallererst absetzen wollten, sagte Lawrow. Ein weiteres Thema war die dramatische Lage im eingekesselten Ost-Aleppo. Dazu erklärte Lawrow:“Wir haben die Vereinten Nationen in New York und Genf darüber informiert, dass es kein Problem mit Hilfstransporten nach Ost-Aleppo gibt. Es muss nur eine Vereinbarung mit der syrischen Regierung über den Streckenverlauf dieser Konvois in dem Gebiet getroffen werden. Die Konvois sind zur Zeit keiner Gefahr ausgesetzt.”

Kerry kam in Rom auch mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, zusammen, um weitere diplomatische Wege für eine Lösung der Syrienkrise zu diskutieren. Kerry stellte die Dringlichkeit der Lage heraus. Er setze unter anderem auf das Treffen des OSZE-Ministerrats Ende kommender Woche in Hamburg. Beide Seiten würden nicht bis zur Installierung der neuen US-Regierung (im Januar) warten, sagte Kerry.

Moskau ist Lawrow zufolge bereit, mit der Administration des künftigen US-Präsidenten Donald Trump im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzuarbeiten.