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PISA - Bildung in Messdaten


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PISA - Bildung in Messdaten

Der Begriff PISA steht für den weltweit größten Schulvergleichstest. Das “Programme for International Student Assessment” wird seit 2000 alle drei Jahre von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris organisiert. Die OECD tut dies im Auftrag der Regierungen, bzw. in Deutschland im Auftrag der Kultusministerkonferenz der 16 Bundesländer (KMK).

Getestet werden 15-Jährige mit wechselnden Schwerpunkten in Mathematik, Naturwissenschaften sowie Lesen und Textverständnis. Am PISA-Test 2015 nahmen rund eine halbe Million Schüler aus etwa 70 Ländern teil – darunter die 34 OECD-Staaten, Partnerländer und aufstrebende Wirtschaftsregionen. In Deutschland machten rund 10.000 Schüler mit. Schwerpunktthema waren diesmal die Naturwissenschaften, außerdem gab es Fragen vor allem zu den Bereichen Lesekompetenz und Mathematik.

Was ist PISA?

PISA untersucht, inwieweit Schülerinnen und Schüler gegen Ende ihrer Pflichtschulzeit Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben, die es ihnen ermöglichen, an der Wissensgesellschaft teilzuhaben. Die Ergebnisse werden in zwei Publikationen veröffentlicht: Band I Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung untersucht, was Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Naturwissenschaften, Lesekompetenz und Mathematik wissen und inwieweit sie dieses Wissen anwenden können. Deutsche Ausgabe. Band II untersucht Bildungsressourcen, Lernumfeld und Verteilung der Schüler auf verschiedene Schulen, Bildungsgänge und Klassen.

Einen Ländervergleich der Schülerleistungen zeigt folgende Infografik (klicken Sie auf die Symbole für die Reihenfolge):

Gewinner und Verlierer

Die deutschen Schüler belegen Platz 16 von 72 bei der neuen PISA-Studie. Deutschland landet damit auf einem guten Platz in der oberen Tabellenhälfte. PISA-Sieger ist Singapur. Auf Platz zwei und drei landen Japan und Estland. Am schlechtesten schneiden Algerien und die Dominikanische Republik ab.

Bei der ersten PISA-Studie 2001 schnitt Deutschland unerwartet schlecht ab. Das führte damals zum “PISA-Schock” und löste Schulreformdebatteb aus. Damals wurde in Deutschland auch ein enger Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen festgestellt.

Testverfahren

Alle Schüler erhielten von den Forschern Laptops, auf denen sie jeweils zwei Stunden lang PISA-Aufgaben lösten. Teilweise mussten Multiple-Choice-Aufgaben bearbeitet werden, aber es gab auch Aufgaben, bei denen eigene Antworten formuliert werden mussten. Beispiele für typische PISA-Aufgaben finden Sie hier.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie hier auf deutsch lesen.

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