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Ehren für ermordeten russischen Botschafter

Mehrere Trauerzeremonien in Russland. Straße soll nach Karlow benannt werden

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Ehren für ermordeten russischen Botschafter

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Mit einer Trauerzeremonie hat sich das russische Außenministerium von Andrej Karlow verabschiedet, dem russischen Botschafter, der am Montag in der Türkei erschossen wurde. Vor dem aufgebahrten Sarg legte Außenminister Sergej Lawrow Blumen nieder, auch Präsident Wladimir Putin war anwesend. Die offizielle Trauerfeier wird zu Mittag in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale stattfinden. Die Zeremonie wird der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kirill, zelebrieren. Die Türkei will eine Straße in der Hauptstadt Ankara nach Andrej Karlow benennen.

Botschafter Karlow war bei der Eröffnung einer Ausstellung in Ankara erschossen worden. Die Hintergründe der Tat sind bisher nicht geklärt. Der Attentäter, ein türkischer Sicherheitsmann, hatte sich nach der Tat auf die Lage in Syrien berufen. Dort sind die Türkei und Russland militärisch engagiert. Die türkische Regierung sieht die Bewegung des Exil-Geistlichen Fethullah Gülen hinter dem Attentat, dieselbe Organisation also, die Präsident Erdogan auch für den gescheiterten Putschversuch in der Türkei verantwortlich macht. In Russland will man zunächst die Ergebnisse der Ermittlungsgruppe abwarten. Das Land hat 18 Ermittler in die Türkei geschickt, die gemeinsam mit türkischen Kollegen die Hintergründe des Mordes aufklären sollen. Kremlsprecher Dmitri Peskow warnte vor voreiligen Schlüssen.