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UN-Bericht: Drei Viertel der Opfer von Menschenhändlern sind weiblich

Zwangshochzeiten, Sex-Sklaverei, minderjährige Soldaten: Menschenhandel ist weltweit ein Problem. Vor allem Frauen werden Opfer der Schleuser, zeigt ein neuer UN-Bericht.

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UN-Bericht: Drei Viertel der Opfer von Menschenhändlern sind weiblich

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Fast drei Viertel aller Opfer von Menschenhandel weltweit sind Mädchen und Frauen. 51 Prozent aller Betroffenen seien erwachsene Frauen und 20 Prozent seien minderjährige Mädchen. Das geht aus einem neuen Report des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor. Gestiegen ist aber auch der Anteil geschleuster erwachsener Männer, von 13 Prozent im Jahr 2004 auf 21 Prozent zehn Jahre später. Wie auch schon bei einem vor zwei Jahren veröffentlichten Report sind damit knapp ein Drittel aller Opfer Kinder.

“Schleuserei zur sexuellen Ausbeutung und zur Zwangsarbeit bleiben die beiden häufigsten Fälle, aber viele Opfer werden auch gehandelt, um als Bettler zu arbeiten, für Zwangsheiraten, oder als Betrüger und in Pornografie”, erklärte UNODC-Direktor Juri Fedotow bei der Präsentation des Reports. Menschenhandel werde zudem häufig in Konflikten und in Terrorregimes begünstigt, heißt es in dem Bericht. Starke Militärpräsenz sorge häufig für hohe Nachfrage von Arbeitskräften und Sexarbeitern.

In einigen Details geht der Bericht auch auf Deutschland ein. Wie in den meisten Ländern Westeuropas stammten die meisten Geschleusten aus
Mittel- und Südosteuropa, heißt es beispielsweise. Jährlich gebe es hierzulande zwischen 90 und 150 Festnahmen wegen Menschenhandels.  Der Bericht betrachtet 63 251 Fälle aus den Jahren 2012 bis 2014. In dieser Zeit wurden 14 191 festgenommene Schleuser erfasst.

Der Report enthält damit noch keine Daten zu Menschenhändlern im Zusammenhang mit den Flüchtlingsbewegungen 2015 und 2016. Am Dienstag hatte der UN-Sicherheitsrat erstmals eine Resolution zu Menschenhandel in Konfliktgebieten beschlossen. Das Abkommen legt Mitgliedsstaaten nahe, diesen als Straftat zu definieren und so Opfer zu schützen und Schleuser zu verfolgen.