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Keine Überlebenden beim Absturz des russischen Militärflugzeugs


Russland

Keine Überlebenden beim Absturz des russischen Militärflugzeugs

Nach dem Absturz des russischen Militärflugzeugs gibt es keine Anzeichen für Überlebende, so das russische Verteidigungsministerium. An Bord der Maschine waren 92 Passagiere, darunter auch das Alexandrow-Ensemble, ein berühmter russischer Armeechor. Bisher wurden laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax mindestens zwölf Leichen geborgen, die nun via DNA-Analyse identifiziert werden sollen.

Das Flugzeug stürzte zwei Minuten nach dem Abflug in Sotschi möglicherweise aufgrund eines technischen Problems ins Schwarze Meer. Es sollte zur russischen Militärbasis bei Latakia in Syrien fliegen.

Keine Überlebenden

Die Menschen an Bord hatten “praktisch keine Chance gehabt”, so russische Behörden am Sonntag. Der Kontakt zu der Maschine, die noch im Steigflug war, sei etwa zehn Kilometer nach dem Start in Sotschi über dem schwarzen Meer abgerissen. Dennoch hält die Suchaktion im Schwarzen Meer immer noch an.

“Die Rettungsaktion geht weiter”, so Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. “Vier Schiffe, fünf Helikopter und einige Drohnen sind im Moment am Absturzort im Einsatz. Vestärkung ist schon auf dem Weg.”

Absturzursache womöglich technisches Problem oder Pilotenfehler

Der Militärjet des Typs TU-154 war am Sonntagmorgen plötzlich vom Radar verschwunden.

Möglicherweise war ein technisches Problem oder ein Pilotenfehler schuld für den Absturz. Einen terroristischen Anschlag schlossen russische Behörden aus.

Der russische euronews-Journalist Denis Loctier ist auch schon einmal mit einem Militärflugzeug des gleichen Typs geflogen.

Wer war an Bord der Maschine?

Die Passagierliste der TU-154 steht auf der Internetseite des russischen Verteidigungsministeriums zur Einsicht. Dort gibt es auch eine Hotline für Angehörige.

An Bord der Maschine waren drei russische Fernsehteams.

Auch der Leiter für Kultur im russischen Verteidigungsministerium Anton Gubankow und die Ärztin und Aktivistin Elizaweta Glinka saßen im Flugzeug.

64 Mitglieder des Alexandrow-Ensembles und der Dirigent Waleri Kalilow verloren wohl bei dem Unglück ihr Leben. Drei Chormitglieder waren aus familiären Gründen zu Hause geblieben.

Der Soldatenchor aus Russland, der nicht nur für die eigene Armee spielt, sondern in der ganzen Welt auftritt, sollte für in Syrien stationierte Soldaten ein Neujahrskonzert geben.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier bekundete in seiner Mitteilung sein Beileid.

Menschen aus Moskau legen vor dem Gebäude des Alexandrow-Ensembles in Russland Blumen nieder.

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