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Alexis Pinturault gewinnt alpine Kombination vor Hirscher

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Alexis Pinturault gewinnt alpine Kombination vor Hirscher

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Hallo und herzlich willkommen zu “Gravity”, unserem wöchentlichen Magazin rund um den Wintersport. Auch zwischen Weihnachten und Sylvester geht der Ski-Zirkus weiter. Im italienischen Santa Caterina konnte Kjetil Jansrud den Super-G gewinnen, eine Abfahrt wurde in letzter Minute wegen starkem Wind abgebrochen und Alexis Pinturault gewann die alpine Kombination.

Der Franzose hat überraschend die alpine Kombination im italienischen Santa Caterina gewonnen. Seit seinem WM-Sieg im Februar 2015 beendete er keine Kombination mehr, jetzt setzte sich Alexis Pinturault nach Super-G und Slalom mit einem Vorsprung von 0,34 Sekunden auf den Österreicher Marcel Hirscher durch. Auf Rang drei fuhr der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der nach dem Super-G geführt hatte.

Pinturault hatte im Super-G Rang drei hinter Abfahrtsspezialist Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen und Marcel Hirscher belegt, im Slalom düpierte der 25-Jährige dann die Konkurrenz. In der Gesamtwertung liegt der Franzose nun als Dritter 248 Punkte hinter Marcel Hirscher.

Österreichs Skistar enteilt im Gesamtweltcup der Konkurrenz. Der Titelverteidiger baute mit Rang zwei bei der Kombination seine Führung auf nun 231 Punkte Vorsprung aus, da der Norweger Kjetil Jansrud im Slalom ausschied. Nun geht Hirscher erstmals als Führender im Gesamtweltcup in ein neues Jahr. Der 27-Jährige könnte als erster Skirennfahrer die große Kristallkugel zum sechsten Mal in Serie gewinnen.

Alexander Aamodt Kilde, nach dem Super G noch Spitzenreiter, konnte seinen Vorsprung nicht ins Ziel bringen, er verlor im Slalom zu viel Zeit. Die deutschen Starter zeigten nach durchwachsenem Super-G eine couragierte Slalom-Leistung: Thomas Dressen verbesserte sich von Platz 34 auf Rang 27. Josef Ferstl verpasste als 31. knapp die Punkte.

Ein Parallelslalom, ein Super-G, zwei Slaloms, sechs alpine Kombinationen und acht Riesenslaloms: Das macht zusammen 18. Weltcuperfolge für Alexis Pinturault, genauso viel wie für die Ski-Legende Jean-Claude Killy:

“Das ist ein schöner Vergleich, der mich sehr zufrieden macht. Jean-Claude Killy verkörpert das Skifahren in Frankreich, er ist der Anfang, wir sprechen immer über ihn, wenn wir über Alpinski reden, auch über Luc Alphand.
Es ist natürlich etwas Besonderes für mich, mit ihm gelichgezogen zu sein. Mit 25 Jahren beendete er seine Karriere, vielleicht sollte ich das am Ende der Saison auch tun, ich bin jetzt 25. Ich bewundere ihn, aber ich denke, ich werde noch ein paar Jahre Rennen fahren und wer weiß, vielleicht kann ich ihn noch schlagen”.

Am Freitag startet die Vierschanzentournee in Obersdorf. Zum 65. Mal findet der Saisonhöhepunkt der Skispringer statt und bisher ist es erst einem einzigen Mann gelungen, alle vier Wettbewerbe zu gewinnen.

Sven Hannawald gewann 2002 als bislang einziger Sportler die Vierschanzentournee mit Siegen in allen vier Wettbewerben. Das Ausnahmetalent aus dem Erzgebirge wurde zuvor 1998 und 2000 zweimal hintereinander Skiflug-Weltmeister. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City holte er mit der Mannschaft Gold.

Bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften 1999 und 2001 war er mit vier Medaillen erfolgreich, darunter zweimal Gold mit dem Team. 2002 wurde Sven Hannawald zu Deutschlands Sportler des Jahres geehrt. 2005 beendete Hannwald seine aktive Karriere, nach erfolgreicher Behandlung eines Burn-out-Syndroms.