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Anschlag in Istanbul: Killer schrie "Allahu Akbar"

Eine libanesische Besucherin der Istanbuler Nobeldiskothek Reina hat gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, der Attentäter habe "Allahu Akbar" geschrien

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Anschlag in Istanbul: Killer schrie "Allahu Akbar"

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Nach dem Anschlag auf die Istanbuler Nobeldiskothek Reina läuft die Fahndung nach dem Täter auf Hochtouren. Ein Mann in weißer Schutzkleidung mit Zipfelmütze hatte in der Neujahrsnacht 39 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt. Unter den Toten sind mindestens 24 Ausländer. Der türkische Ministerpräsidenten Binali Yıldırım erklärte, die Behörden hätten bereits erste Anhaltspunkte dafür, “wer für den Anschlag verantwortlich” sei.

“Er ließ seine Waffe am Tatort zurück und nutzte das Chaos zur Flucht. Die Ermittlungen der Polizei laufen. Ich höre immer wieder, der Attentäter sei als Weihnachtsmann verkleidet gewesen. Das stimmt nicht”, erklärte Yıldırım, als er die Verletzten im Krankenhaus besuchte.





15 der bislang identifizierten Ausländer stammen aus dem Nahen Osten. Eine Libanesin erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, der Attentäter habe “Allahu Akbar” geschrien.

Nach Angaben von Clubbesitzer Mehmet Koçarslan hatte der amerikanische Geheimdienst vor einem Anschlag gewarnt. Daraufhin seien die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Trotz all dieser Maßnahmen unserer Sicherheitskräfte sei es “leider zu diesem bedauerlichen Vorfall gekommen”, erklärte Koçarslan.

Der Nachtclub am Ufer des Bosporus zählt zu den größten und beliebtesten Istanbuls und zieht zahlreiche Prominente und Touristen an. Jugendliche aus der westlich und weltlich orientierten Oberschicht zählen zu seinen Gästen. Meist wird Techno gespielt. Zum Zeitpunkt des Anschlags sollen sich rund 600 Gäste im Reina aufgehalten haben.