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Börsen: Trump-Reality nach der "Trump-Party"


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Börsen: Trump-Reality nach der "Trump-Party"

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Auch nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump regiert an den Finanzmärkten weiter die Unsicherheit. Vor den meisten Indices stand am Ende des Tages ein Minus, beim Dax minus 0,73 Prozent, beim Eurostoxx50 minus 0,85 Prozent.

Aus Angst vor einer protektionistischen Handelspolitik der Vereinigten Staaten trennten sich Anleger vom Dollar.

Robert Halver, Baader Bank, Frankfurt:

“Es wird mehr Aktienkursvolatilität geben, wir werden jeden Tag im Bann der Möglichkeit sein, dass da ein Tweet kommt mit 140 Zeichen mit markantem Inhalt. Was jetzt losgehen wird, sind sicherlich Verhandlungen in punkto Handelsabkommen mit Großbritannien. Frau May wird ja die erste sein, die Mr. Trump persönlich sieht.”

«Auch wir stellen die Interessen Großbritanniens
und die Interessen seiner Einwohner in den Mittelpunkt», sagte May – sie will mit Trump unter anderem über ein mögliches bilaterales Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA sowie den Krieg in Syrien
sprechen – Footsie-Index in London minus 0,66 Prozent.

Marktanalyst Chis Beauchamp, IG, London:

“Es ist die große Frage, wie weit er gehen wird, um die NAFTA aufzudröseln, wie weit er beim Kampf gegen China gehen wird und China zum Währungsmanipulator erklärt, wie sie das im Wahlkampf angesagt haben.”

Als Trump tatsächlich als erstes per Dekret das transpazifischen Handels- und Investitionsschutzabkommen TPP kippte, brachten viele US-Anleger ihr Geld in “sichere Häfen”.

Trump hatte in seiner Antrittsrede seinen harten außen- und wirtschaftspolitischen Kurs bekräftigt und die Formel “Amerika zuerst” zur Leitlinie seiner Amtszeit erklärt. Dann kündigte er an, bald das Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada neu zu verhandeln.

“Weil Trump sein ‘America first’ so oft wiederholt, bleiben Anleger in Japan in der Defensive”, sagte Marktstratege Hiroyuki Nakai vom Tokai Tokyo Research Center. Kollege Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui Asset Management, Tokio: “Seine Rede klang protektionistisch.”

Der im Wahlkampf bei Anlegern als Börsenschreck verschriene Republikaner hatte zunächst mit der Hoffnung auf Konjunkturspritzen und Steuersenkungen eine fulminante Rally am Aktienmarkt ausgelöst.

su mit dpa

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