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Tote bei Gefechten in der Ostukraine


Ukraine

Tote bei Gefechten in der Ostukraine

Bei den schwersten Kämpfen seit Mitte Dezember sind in der Ostukraine nach Militärangaben acht Soldaten getötet worden. 13 weitere Soldaten seien innerhalb von 24 Stunden verwundet worden, erklärte ein Sprecher der ukrainischen Regierungstruppen. Auf Seiten der prorussischen Separatisten gab es nach deren Angaben drei Tote und vier Verletzte.

Ein Schwerpunkt der Gefechte war die Industriestadt Avdiivka nahe der Separatistenhochburg Donezk. Neben schwerer Artillerie sollen auch sogenannte Mehrfachraketenwerfersysteme zum Einsatz gekommen sein. Eine vereinbarte, aber brüchige Waffenruhe sieht den Abzug dieser Waffensysteme von der Front vor.

“Ich war gerade im Garten und hörte Einschläge von Granaten oder Raketen”, berichtet ein Einwohner von Avdiivka. “Bei der dritten Angriffswelle kamen die Einschläge immer dichter ans Haus. Ich bin in den Keller geflohen. Das hat mich gerettet.”

Laut übereinstimmenden Berichten fielen nach den Bombardierungen die Wasser- und Stromversorgung sowie Heizungen in Avdiivka aus

Nach Schätzungen der UN sind in dem seit fast drei Jahren andauernden Krieg etwa 10.000 Menschen getötet worden. Seit fast zwei Jahren gibt es einen Friedensplan, unterzeichnet im Februar 2015 in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Trotz mehrerer Gipfel zwischen Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine ist das Abkommen nicht vollständig umgesetzt. Immer noch verhandeln in Minsk die ukrainische Regierung und Aufständische aus den nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und Russland vermitteln dabei.

Aufgrund der neu entflammten Kämpfe beendete der ukrainische Präsident Petro Poroschenko seinen Berlin-Besuch bei Kanzlerin Angela Merkel früher als geplant. Das berichteten ukrainische Medien.