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300.000€: Marine Le Pen wehrt sich gegen Rückzahlung an EU-Parlament

Marine Le Pen wehrt sich gegen eine Rückzahlung an das Europaparlament. Es geht um knapp 300.000 Euro. Das Parlament wirft ihr vor, eine Assistentin habe in Wahrheit für Le Pens Partei gearbeitet.

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300.000€: Marine Le Pen wehrt sich gegen Rückzahlung an EU-Parlament

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Marine Le Pen wehrt sich gegen eine Rückzahlung an das Europaparlament. Diese Rückzahlung wäre gestern fällig gewesen; es geht um knapp 300.000 Euro.

Le Pen führt in Frankreich die EU- und fremdenfeindliche Partei Front National. Im Europaparlament sitzt sie seit 2004.

Von 2010 bis zum letzten Jahr beschäftigte sie dort eine Assistentin. Die Parlamentsverwaltung wirft ihr aber vor, diese Assistentin habe in Wahrheit in Frankreich für Le Pens Partei gearbeitet, ihre Bezahlung aus Parlamentsgeldern sei also rechtswidrig gewesen.

In einem weiteren Fall geht es noch einmal um gut vierzigtausend Euro.

Le Pens Vater Jean-Marie hatte bereits ähnliche Schwierigkeiten mit dem Europaparlament. Weil er nicht zahlte, behielt das Parlament letztes Jahr einen Teil seiner Bezüge ein.

Auch Marine Le Pen bestreitet die Vorwürfe und nennt ihrerseits das Vorgehen des Parlaments rechtswidrig. Das Parlament könnte ihr nun ebenfalls die Bezüge als Abgeordnete kürzen.

In ihrer Heimat ist Le Pen Kandidatin ihrer Partei für die Präsidentenwahl im April und Mai.

Dort hat sie nach derzeitigem Stand beste Chancen, in die Stichwahl zwischen den beiden stärksten Bewerbern einzuziehen.

Ihr Gegner dort könnte der konservative Politiker François Fillon sein. Fillon muss sich zur Zeit aber ebenfalls gegen Vorwürfe wehren; bei ihm geht es um eine mögliche Scheinbeschäftigung seiner Frau, als er Abgeordneter war.