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Wahlen in den Niederlanden: Chancen Wilders' trotz Umfragenhoch gering


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Wahlen in den Niederlanden: Chancen Wilders' trotz Umfragenhoch gering

Im Wahlkampf in den Niederlanden geht es vor allem um Einen: Geert Wilders. Der Rechtspopulist setzt voll auf Patriotismus und Abschottung. Er will den Austritt aus der EU, geschlossene Grenzen, ein Verbot des Koran und der Moscheen. Parolen, die ankommen: Etwa einen Monat vor der Abstimmung führt seine “Partei für die Freiheit” die Umfragen an. Demnach könnte sie etwa 30 der 150 Sitze im Parlament einnehmen. Die rechtsliberale VDD von Ministerpräsident Mark Rutte kommt demnach auf etwa 25 Sitze. Sollten die Niederländer am 15. März tatsächlich so abstimmen, würde für Wilders die schwierige Suche nach einem Koalitionspartner beginnen. Denn wegen seiner umstrittenen Positionen will bisher keine Partei mit ihm zusammenarbeiten.

In seinem ersten Interview seit Beginn des Wahlkampfs legte Wilders seine Linie am Sonntag noch einmal dar: “Wir wollen unsere Niederlande wieder. Wir wollen unsere Grenzen schließen und das ganze Geld, das wir den Ausländern geben, behalten, die Milliarden für Entwicklungshilfe in Afrika, für Brüssel, Griechenland, Asylbewerber in den Niederlanden. Das werden wir beenden und das ganze Geld an die Niederländer geben, die in den Niederlanden leben.”

Etwa 20 Prozent der Wähler könnten laut Umfragen am 15. März für Wilders stimmen. 40 Prozent sind jedoch noch unentschlossen und der Anteil derjenigen, die strategisch wählen wollen, um Wilders zu verhindern, ist groß, so eine Umfrage der Universität Amsterdam. Davon könnte die VDD profitieren.

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