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Attentat auf Kim Jong Nam: Malaysia will nordkoreanischen Diplomaten vernehmen


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Attentat auf Kim Jong Nam: Malaysia will nordkoreanischen Diplomaten vernehmen

Bei den Ermittlungen zur Ermordung des Halbbruders Kim Jong Uns will die malaysische Polizei unter anderem einen 44-jährigen Diplomaten der nordkoreanischen Botschaft befragen. Auch eine 37-jährige Angestellte der nordkoreanischen Fluggesellschaft Air Koryo und eine weitere Person sollen vernommen werden. Alle drei befinden sich nach Ansicht der Polizei derzeit in Malaysia.

Derzeit werden acht Personen dringend verdächtigt, mit der Tat in Verbindung zu stehen. Vier sind bereits in Untersuchungshaft, darunter die zwei mutmaßlichen Attentäterinnen.

“Wir glauben, dass vier weitere das Land verlassen haben und dass sie in Pjöngjang angekommen sind”, so Polizeiinspektor Khalid Abu Bakar am Mittwoch. “Wir bitten die nordkoreanischen Behörden, uns bei der Fahndung zu helfen und sie uns zu übergeben, damit wir unsere Ermittlungen abschließen können.”

Nach Angaben des Polizeiinspektors hatten die Täterinnen das Attentat mit einem in Gift getränkten Lappen zuvor in Kaufhäusern geprobt und sich nach dem Angriff im Flughafen von Kuala Lumpur die Hände gewaschen. Welche Chemikalie zum Einsatz kam, sei nicht geklärt.

Kim Jong Nam war der ältere Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers und lebte in China. Südkorea und die USA sprechen von einem Mord im Auftrag Nordkoreas. Nordkorea bezweifelt die Identität des Getöteten, sperrte sich gegen die malaysische Obduktion und fordert die Herausgabe des Leichnams. Das Leichenschauhaus wird nach einem Einbruchversuch inzwischen streng bewacht.

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