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Heikle US-Mission in Mexiko: Chefdiplomat trifft Präsident


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Heikle US-Mission in Mexiko: Chefdiplomat trifft Präsident

Mitten im bilateralen Streit um Mauerbau und Einwanderungspolitik ist US-Außenminister Rex Tillerson zu einem Besuch in Mexiko-Stadt eingetroffen. Geplant ist eine Unterredung mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto und mehreren Ministern zum besonders strittigen Thema illegale Migration.

Bislang arbeitet Mexiko bei der Bekämpfung der illegalen Einwanderung eng mit den USA zusammen. Die mexikanischen Behörden stoppen jedes Jahr Zehntausende lateinamerikanische Migranten auf ihrem Weg nach Nordamerika.

Mexikos Außenminister Luis Videgaray stellte kurz vor Tillersons Ankunft klar, dass sein Land keine aus den USA abgeschobenen Migranten anderer Länder aufnehmen werde:“Ich möchte klar und deutlich zum Ausdruck bringen, dass die mexikanische Regierung und das mexikanische Volk keine Bestimmungen akzeptieren werden, die eine Regierung einseitig einer anderen Regierung auferlegen will. Wir werden so ein Verhalten nicht akzeptieren, weil es dafür keinen Grund gibt, und es nicht im Interesse Mexikos liegt.”

Der Minister erklärte weiter, Mexiko werde nicht zögern, internationale Organisationen einzuschalten, um Mexikaner im Ausland zu verteidigen.

Die US-Regierung hatte am Dienstag den Kreis der für Abschiebungen infrage kommenden Migranten erweitert. Demnach können alle Einwanderer ohne Papiere abgeschoben werden, die verurteilt wurden, eines Verbrechens angeklagt sind oder auch nur einer Straftat beschuldigt werden. Das könnte Massenabschiebungen ermöglichen. Nicht betroffen von der Regelung sind illegal eingereiste Kinder. In den USA leben Schätzungen zufolge rund 5,8 Millionen Mexikaner ohne gültige Papiere.

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