Eilmeldung

Irakischer Vormarsch in Westmossul

Irakische Regierungstruppen und die mit ihnen verbündeten schiitischen Milizen rücken in Westmossul weiter vor.

Sie lesen gerade:

Irakischer Vormarsch in Westmossul

Schriftgrösse Aa Aa

Irakische Regierungstruppen und die mit ihnen verbündeten schiitischen Milizen der Volksmobilisierungskräfte rücken in Westmossul weiter vor. Immer wieder müssen sie Sprengfallen entschärfen, die von den zurückweichenden IS-Kämpfern angelegt worden sind. Die Dschihadisten haben die Straßen mit Beton- und Erdhindernissen blockiert und wehren sich mit Autobomben, Selbstmordangriffen und Granatbeschuss. Nach Angaben des Roten Kreuzes sind noch etwa 750.000 Zivilisten in der IS-Hochburg eingeschlossen.

“Die Zivilisten verlassen die Stadtteile Al-Mamun, Tal-al-Roman und Tal-al-Rayan. Wir bringen sie auf sicheren Wegen hinter die Front, damit sie von dort in Schutzzonen gebracht werden können”, sagte der Kommandeur der Regierungstruppen General Abdul Wahab Al-Saadi.





Die Vereinten Nationen befürchten eine Flüchtlingswelle. Bis zu 400.000 Menschen könnten durch die Kämpfe vertrieben werden.

“Sie nutzen uns seit vier Monaten als menschliche Schilde. Sie haben uns und unsere Familien gezwungen, an der Front zu leben. Wir haben alles zurückgelassen”, berichtet ein Bewohner von Mossul.

Schiitische Milizen der Volksmobilisierungskräfte blockieren IS-Nachschubwege westlich von Mossul in Richtung Syrien. Etwa 100.000 Mann stellen die Regierungstruppen und ihre schiitischen Verbündeten den IS-Kämpfern entgegen.

Westmossul ist teilweise eng bebaut. Dies macht eine Einnahme schwierig, weil die IS-Kämpfer sich verschanzen und eine verlustreichen Häuserkampf herbeiführen können.