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Geständnis nach Morden in Herne: Töten, weil das Internet abgeschaltet wird


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Geständnis nach Morden in Herne: Töten, weil das Internet abgeschaltet wird

In Herne im Ruhrgebiet hat sich ein gesuchter Doppelmörder der Polizei gestellt. Unweit der eigenen Wohnung in Herne hat er nach eigener Aussage einen 22-jährigen Bekannten getötet, zuvor hatte er einen neunjährigen Nachbarsjungen ermordet. Die Motive, die er für seine Taten angibt, lassen die Ermittler ratlos zurück: Eine Absage für eine Bewerbung bei der Bundeswehr, gescheiterte Selbstmordversuche – und der drohende Verlust seines Internetanschlusses.

“Eiskalt”, beschreibt Klaus-Peter Lipphaus von der Mordkommission Bochum den geständigen 19-Jährigen. “Man kann ihn einschätzen als nicht dumm, als relativ intelligent. Er kann sich an viele Sachen im Detail erinnern, und er wirkt sehr eiskalt, emotionslos.”
Der Ermittler sagte auch: “So ein Mordfall geht unter die Haut.”

Der junge Mann ist nach Angaben der Ermittler ein Einzelgänger. Nach zwei gescheiterten Selbstmordversuchen hatte er nach eigener Aussage beschlossen, einen Mord zu begehen. Er habe das Nachbarskind in den Keller gelockt und erstochen. Fotos von der Leiche verschickte er später über das Internet. Als sein Freund, bei dem er kurz darauf Unterschlupf suchte, von der Fahndung erfuhr, brachte er auch ihn mit 68 Messerstichen um.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Verdächtige aus Mordlust und heimtückisch gehandelt habe. Dass noch weitere Menschen der Mordlust des 19-Jährigen zum Opfer gefallen sein könnten, dafür haben die Ermittler bisher keine Anhaltspunkte.

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