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Eishockey: Olympia 2018 ohne NHL-Stars


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Eishockey: Olympia 2018 ohne NHL-Stars

Die nordamerikanische Eishockeyliga NHL wird ihren Spielbetrieb während der kommenden olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang nicht unterbrechen. In den vergangenen Monaten seien diesbezüglich keine vernünftigen Gespräche mit dem Internationalen Olympischen Komitee oder der Spielervereinigung NHLPA zustande gekommen. Das Thema sei jetzt erledigt, schrieb die NHL.

“Wenn man die vergangenen Stellungnahmen der NHL gelesen hat, dann ist diese Entscheidung keine Überraschung. Sollten dennoch NHL-Spieler zu ihren Nationalmannschaft stoßen wollen, sind sie bei Olympia willkommen”, sagte IOC-Präsident Thomas Bach.

Seit Nagano 1998 hatte die beste Eishockey-Liga der Welt während der Winterspiele jeweils eine Pause eingelegt, um den Nationalspielern die Teilnahme am Sportereignis im Schatten der fünf Ringe zu ermöglichen. Im kommenden Februar werden die Eishockey-Medaillen in Pyeongchang also voraussichtlich ohne einige der NHL-Akteure vergeben.

Der russische Stürmerstar Alexander Ovechkin von den Washington Capitals hat bereits angekündigt, in Pyeongchang dabei zu sein – ungeachtet der Entscheidung der NHL. Capitals-Eigner Ted Leonsis sagte, er würde Ovechkin die Olympia-Teilnahme nicht verweigern.

Der schwedische Torhüter Henrik Lundqvist, der bei den New York Rangers unter Vertrag steht und mit Schweden 2006 Olympiasieger wurde sowie 2014 Silber gewann, schrieb: “Eine riesige Gelegenheit, Eishockey auf der größten Bühne überhaupt zu vermarkten, ist vergeudet worden.”

Nach Angaben der NHL habe das IOC verdeutlicht, eine Teilnahme der NHL-Spieler bei den nachfolgenden olympischen Winterspielen 2022 in Peking sei an eine Teilnahme an den Spielen 2018 geknüpft. China gilt als wichtiger Zukunftsmarkt der nordamerikanischen Liga. Im September dieses Jahres wird erstmals ein Vorbereitungsspiel zweier NHL-Mannschaften (Los Angeles Kings gegen Vancouver Canucks) in Peking ausgetragen.

Der Schweizer René Fasel, Vorsitzender des Internationalen Eishockey-Verbandes, sagte gegenüber der Zeitung Le Matin, er sei ob der Entscheidung der NHL sehr enttäuscht, doch die Tür bleibe geöffnet.


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