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Leichenteile lassen Ermittler auf Selbstmordattentäter schließen

Für den den Anschlag in St. Petersburg soll Mann aus Mittelasien mit Verbindungen zu Islamisten verantwortlich sein. Darauf deuteten Leichenteile hin.

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Nach dem Anschlag auf die St. Petersburger U-Bahn, bei dem elf Menschen getötet und 45 verletzt wurden, hat der russische Staatspräsident Wladimir Putin am Montagabend Blumen an der U-Bahn-Station Technologisches Institut niedergelegt, um den Opfern und deren Hinterbliebenen sein Mitleid zu bekunden. Putin äußerte sich sehr zurückhaltend, man ziehe alle Möglichkeiten in Betracht – ob es eine kriminelle oder terroristische Tat war Und er versprach Aufklärung. Putin leitete am Abend ein Treffen führender Vertreter der Sicherheitsorgane.

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"Ein Team aus Spezialisten von FSB, Innenministerium und Katastrophenschutzministerium ist nach St. Petersburg entsandt worden, um die Ermittlungen zu unterstützen"

Andrej Prschesdomski Nationales Anti-Terror-Komitee Russlands (NAK)

“Ein Team aus Spezialisten von FSB, Innenministerium und Katastrophenschutzministerium ist nach St. Petersburg entsandt worden, um die Ermittlungen zu unterstützen und die Konsequenzen zu ziehen”, versicherte der Sprecher des Nationalen Anti-Terror-Komitees Russlands (NAK), Andrej Prschesdomski.

Inzwischen gehen die Behörden von einem Selbstmordattentäter aus. Ein 23-jähriger Mann aus Mittelasien mit Verbindungen zu Islamisten habe gegen 14.40 Uhr (Ortszeit), kurz nachdem der Zug den Bahnhof “Platz des Aufstands” in Richtung der Station “Technologisches Institut” verlassen hatte, einen Sprengsatz gezündet. Darauf deuteten Leichenteile hin, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Auch der zweite entschärfte Sprengsatz soll von dem Selbstmordattentäter in einem Feuerlöscher im U-Bahnhof “Platz des Aufstands” versteckt worden sein.





Die Ermittler schätzten die Sprengkraft auf 200 bis 300 Gramm TNT. Der Sprengsatz sei mit Metallteilen versehen gewesen, um die tödliche Wirkung zu verstärken.

Die staatliche Nachrichtenagentur Tass zitierte eine Quelle, nach der ein Mann und eine junge Frau aus Mittelasien in die Tat involviert sein könnten.

Wenige Stunden nach dem Anschlag haben die U-Bahnen ihren Betrieb wieder aufgenommen. Die Metro der blauen Linie 2, auf der es zu der Explosion kam, werde zunächst jedoch nur einige Stationen anfahren, teilte der U-Bahn-Betreiber am Montag der Agentur Interfax zufolge mit.