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PKK bekennt sich zu Anschlag in Diyarbakir


Türkei

PKK bekennt sich zu Anschlag in Diyarbakir

In der Türkei hat die PKK die Verantwortung für die Explosion in Diyarbakir vom Dienstag übernommen.
Bei der Explosion auf dem Gelände der Sondereinsatzpolizei in der südosttürkischen Kurdenmetropole waren drei Menschen getötet worden, 12 weitere wurden verletzt.

Auf ihrer Internetseite schreibt die PKK, Militante ihrer Gruppe hätten 2,5 Tonnen Sprengstoff unter einem Tunnel angebracht. Das Attentat habe sich gegen das “faschistische System” gerichtet, das die AKP-Regierung und die ultranationalistische Oppositionspartei MHP mit dem Referendum über ein Präsidialsystem legalisieren wolle, erklärte die PKK in einer online veröffentlichten Mitteilung.

Unmittelbar nach der Explosion hatte es geheißen, die schwere Detonation sei durch die Reparatur eines Polizeifahrzeugs ausgelöst worden.

Auch die türkischen Behörden sprechen inzwischen von einem Attentat. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich um einen “Terroranschlag” handele, sagte der türkische Innenminister Süleyman Soylu dem Sender Habertür. Demnach hätten die Täter einen Tunnel gegraben, um die Bombe auf dem Gelände zu platzieren. Allerdings war nur von einer Tonne Sprengstoff die Rede.

Die Detonation hatte sich am Dienstagmorgen im Viertel Baglar in der Nähe des Stadtzentrums. Die Explosion ließ Scheiben umliegender Geschäfte zerbersten. Ein unter den Trümmern eingeschlossener Mann sei in der Nacht geborgen worden und im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, sagte Soylu weiter.

Der Anschlag erfolgte nur wenige Tage vor dem Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei am kommenden Sonntag, bei dem laut Innenministerium rund 380 000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein werden.

Die PKK gilt nicht nur in der Türkei als Terrororganisation, sondern wird auch von der EU als solche eingestuft.

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