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Nordkoreanischer Raketentest gescheitert

Am Sonntagmorgen (Ortszeit) ist ein weiterer nordkoreanischer Raketentest fehlgeschlagen. Nach südkoreanischen und US-Angaben explodierte die Rakete etwa fünf Sekunden nach ihrem Start bei Sinpo an

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Nordkoreanischer Raketentest gescheitert

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Am Sonntagmorgen ist ein weiterer nordkoreanischer Raketentest fehlgeschlagen. Nach südkoreanischen und US-Angaben explodierte die Rakete etwa fünf Sekunden nach ihrem Start um 5.51 Uhr (Ortszeit, Samstag 23.21 Uhr MESZ) bei Sinpo an der Ostküste Nordkoreas. Dabei könnte es sich um eine Mittelstreckenrakete vom Typ KN-15 gehandelt haben. Anfang April war von Sinpo aus eine KN-15 abgeschossen worden, die etwa 60 Kilometer weit geflogen und dann ins Ostmeer gestürzt sein soll.

Knapp neun Stunden nach dem fehlgeschlagenen Raketentest traf US-Vizepräsident Mike Pence zu einem – seit längerem geplanten – dreitägigen Besuch in Südkorea ein. Pence versicherte Südkorea die anhaltende Unterstützung der USA:

“Unter Präsident Trumps Führung war unsere Entschlossenheit niemals größer. Unser Bekenntnis zu diesem historischen Bündnis mit dem mutigen südkoreanischen Volk war niemals stärker. Und mit Eurer und Gottes Hilfe wird für immer die Freiheit auf dieser Halbinsel herrschen”, sagte Pence während eines Ostergottesdienstes mit US-Soldaten im US-Stützpunkt Yongsan in Seoul.


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Pence will mit Südkorea über die vom Norden ausgehende wachsende nukleare Bedrohung sprechen. Der Nationale Sicherheitsberater der USA General McMaster bezeichnete den Raketentest als Beweis für das “provozierende, destabilisierende und bedrohliche Verhalten” Nordkoreas. Die USA arbeiteten mit ihren Verbündeten und China an einer “Reihe von Optionen”.

Auch das südkoreanische Außenministerium verurteilte den gescheiterten Raketentest scharf. Sollte Nordkorea einen weiteren Nukleartest oder anderweitige Provokationen unternehmen, werde man mit “ernsthaften Strafmaßnahmen” reagieren.

UN-Resolutionen untersagen Nordkorea den Abschuss ballistischer Raketen. Der Test erfolgte nur einen Tag nach den Feiern zum 105. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il Sung, zu dem am Samstag eine große Militärparade mit tausenden Soldaten, Raketen, Panzern und anderen Militärfahrzeugen durch die Hauptstadt Pjöngjang gezogen war.





Als Demonstration militärischer Stärke hatte US-Präsident Trump einen Flottenverband mit dem US-Flugzeugträger «USS Carl Vinson» entsandt. Er sollte an diesem Wochenende nahe der koreanischen Halbinsel in Position gehen.