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Waffenhandel: Erfolgreiche Interpol-Operation "Trigger II"

Waffenhandel: Erfolgreiche Interpol-Operation "Trigger II"

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Waffenhandel: Erfolgreiche Interpol-Operation "Trigger II"

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Interpol geht mit der Operation “Trigger II” erneut gegen den illegalen Waffenhandel vor. Viele Waffen kommen aus den Balkanländern. Im Rahmen der Operation “Trigger II” kam es zu 149 Festnahmen in 23 Ländern. Insgesamt wurden an die 321 Waffen sichergestellt. Munition und Material zum Bombenbauen wurden auch beschlagnahmt.

Sarajewo-Interpol-Chef Branislaw Pawlowitsch erklärte, Erfolg werde nicht nur daran gemessen, wieviele Kontrollen erfolgten, wieviele Festnahmen es gegeben habe und wieviel beschlagnahmt worden sei. Er meint: “Mit unseren mit verschiedenen Ländern abgestimmten Einsätzen senden wir eine klare Botschaft an die Verbrecher. Die Polizisten in verschiedenen Ländern arbeiten zusammen gegen das organisierte Verbrechen.”

Die Operation “Trigger II” hat unter Beweis gestellt, wie effektiv gegen den illegalen Waffenhandel vorgegangen werden kann, wenn die Polizei der Länder zusammenarbeitet.

Der zuständige Interpol-Direktor John Hageman erklärt: “Jede illegale Waffe kommt irgendwoher. Auch wenn es in einem Land strenge Waffengesetze gibt, dann kann dieses Land trotzdem nicht kontrollieren, was in einem anderen Land vor sich geht. Waffen bewegen sich über den gesamten Kontinent Europa. Das ist die Gefahr für die Bürger, dass etwas, das einen Weg von 500 oder 1000 Kilometer hinter sich hat, ihre Sicherheit gefährden kann.”

Mehr als 7800 Beamte waren europaweit in 23 Ländern im Einsatz. Angesichts der erhöhten Terrorgefahr in Europa arbeitet Interpol verstärkt gegen den illegalen Waffenhandel.

Weltweit werden etwa 240.000 Menschen pro Jahr mit einer illegalen Waffe erschossen. Viele der Waffen werden aber auch zur Einschüchterung bei anderen Verbrechen benutzt.