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Gerichtsurteil: Zusammenhang zwischen Handynutzung und Tumorerkrankung


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Gerichtsurteil: Zusammenhang zwischen Handynutzung und Tumorerkrankung

In Italien ist erstmals in einem Gerichtsurteil ein Zusammenhang zwischen dem Gebrauch eines Mobiltelefons und einer Tumorerkrankung hergestellt worden. Geklagt hatte Roberto Romeo, ein 57-jähriger Mann, der als Angestellter der italienischen Telekom dienstlich 15 Jahre lang regelmäßig mit einem Handy telefonierte.

“Es gab keine Warnungen”, sagt der Kläger. “Niemand riet uns, das Telefon nicht zu nah an den Kopf zu halten, eine Freisprechanlage zu benutzen oder nur kurze Anrufe zu machen. Wir haben das Mobiltelefon für alle Zwecke benutzt.”

Bei Roberto Romeo wurde am Ohr ein Tumor entdeckt, der sich als gutartig herausstellte. Nach Ansicht des Gerichts in Ivrea besteht ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung und der intensiven Handy-Nutzung des Mannes. Alessandro Polichetti vom nationalen Gesundheitsamt in Italien zweifelt das an: “Die Gesamtheit der Studien zu diesem Thema erlaubt weder die Schlussfolgerung, dass Mobiltelefone krebserregend sind noch dass es einen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch eines Mobiltelefons und dem Ausbruch eines Hirntumors oder anderer Tumore gibt”, so Polichetti.

Er wolle das Telefonieren mit einem Handy nicht verteufeln, sagte Roberto Romeo nach dem Gerichtsurteil, doch seiner Meinung nach sei es angebracht, sich der Risiken bewusst zu sein.

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