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Sankt Petersburg: Festnahmen bei Anti-Putin-Protesten


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Sankt Petersburg: Festnahmen bei Anti-Putin-Protesten

In Sankt Petersburg, Moskau und anderen russischen Städten haben Hunderte Menschen gegen eine weitere Amtszeit von Präsident Wladimir Putin demonstriert. Begleitet von Slogans wie “Wir haben ihn satt” und “Genug” versuchten sie, Briefe an Putin einzureichen, in denen sie ihn aufforderten, im kommenden Jahr nicht erneut bei der Präsidentenwahl anzutreten.

Zu den Protestaktionen aufgerufen hatte die Bürgerbewegung Open Russia mit Verbindungen zum Kremlkritiker und früheren Geschäftsmann Michail Chodorkowski, der im Ausland lebt.

In Sankt Petersburg wurden nach Angaben von Aktivisten über 100 Demonstranten von Sicherheitskräften abgeführt. Festnahmen habe es auch in anderen Städten gegeben.

Demonstrantin Raisa klagte über die schlechte Versorgungslage in Russland:“Hohe Lebensmittelpreise, Arbeitslosigkeit und vor allem der Niedergang des Gesundheitssystems. Alles muss im Voraus bezahlt werden. Um von einem Spezialisten behandelt zu werden, muss man Tage und Nächte in einer Klinik verbringen.”

Ein anderer Demonstrant sagte:“Ich will hier für meine Bürgerrechte einstehen und rufe den Präsidenten auf, einen Wechsel der Autoritäten zu gewährleisten. Das könnte die internationale Isolation des Landes beenden und die russischen Aggressionen in anderen Ländern stoppen.”

In Moskau versammelten sich Hunderte Menschen vor dem Empfang der Präsidialverwaltung, um ebenfalls Briefe an Putin einzureichen. Festnahmen blieben hier offenbar aus.

Putin hat sich noch nicht öffentlich geäußert, ob er 2018 für eine vierte Amtszeit kandidieren wird. Viele Beobachter rechnen aber aufgrund seiner Beliebtheit in weiten Teilen der Bevölkerung fest damit.

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