Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Comey-Entlassung: "Trump fühlt sich stark"


USA

Comey-Entlassung: "Trump fühlt sich stark"

Über die Entlassung von FBI-Chef James Comey haben wir mit unserem Washington-Korrespondenten Stefan Grobe gesprochen.

Nial O’Reilly, euronews, Lyon
Stefan, dies ist ein hoch umstrittener Schritt. Wird er als Zeichen dafür gesehen, dass Trump in Sachen Russland in Bedrängnis gerät oder ist es ein Zeichen seiner Stärke?

Stefan Grobe, euronews, Washington D.C.
Das ist sehr umstritten, aber im Moment würde ich sagen, es ist beides. Trump fühlt sich sicherlich stark genug, um Comey zu feuern, aber ob es ihm in Sachen Russland hilft, ist eine andere Frage.

Das alles sieht viel zu rücksichtslos aus, um wahr zu sein. Wenn Trump hofft, dass es keine politischen Reaktionen der Demokraten gibt, liegt er ziemlich falsch.

Trump politisiert die Strafverfolgungsbehörden, denn diese ermitteln gegen ihn, und das ist das große Thema hier.

Es gibt drei Fragen: Warum wurde Comey gefeuert, warum jetzt, zweitens, welchen Einfluss wird das auf die Russland-Ermittlungen des FBI haben, und drittens, was kommt als nächstes, was ist die politische Folge.

Wer auch immer Comeys Nachfolger wird, er wird sowohl von Demokraten als auch Republikanern im Kongress eingehend geprüft werden.

Nial O’Reilly
Das ist die Reaktion im politischen Establishment, aber egal, was er tut, das Vertrauen seiner Unterstützer scheint nicht zu wackeln, die Zustimmung ist nie wirklich gesunken.

Er hat zwar weniger direkte Stimmen erhalten, aber seine Unterstützer gehen mit ihm durch dick und dünn.

Stefan Grobe
Das ist absolut richtig. Gerade kam eine Umfrage heraus, der zufolge 96 Prozent der Trump-Anhänger ihn sofort wieder wählen würden, wenn Wahl wäre.

Die Trump-Fans waren nie unschlüssig. Sie haben ihn wegen seines Stils, seiner nassforschen Art und dem Versprechen gewählt, dass er die Dinge in Washington durchrütteln würde.

Politik interessiert sie nicht wirklich. Trump hat so viele kontroverse Entscheidungen getroffen, er ist vor- und dann wieder zurückgesprungen, hat bei so vielen Themen seine anfängliche Richtung geändert, aber seine Kern-Anhänger bleiben ihm treu.

Das wird auch jetzt der Fall sein. Die Entlassung des FBI-Chefs ist kein wichtiges Thema für die meisten Menschen und bestimmt nicht für Trump wählende Arbeiter