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Weltweite Cyber-Erpressung legt britische Krankenhäuser lahm


Großbritannien

Weltweite Cyber-Erpressung legt britische Krankenhäuser lahm

Die Nachricht auf dem Bildschirm klingt fast wie ein freundlicher Tip eines Computerspezialisten: “Ihre Dateien sind verschlüsselt”, heißt es da, “aber wir garantieren Ihnen, dass Sie ganz einfach und sicher wieder darauf zugreifen können”.

Tatsächlich ist es ein digitaler Erpresserbrief, der unter anderem Computer in britischen Kliniken befallen hat. 300 Dollar pro Rechner fordern die unbekannten Täter, um die Daten, die ihre Schadsoftware hinterrücks verschlüsselt hat, wieder freizugeben.

“Das war kein gezielter Angriff auf das britische Gesundheitssystem”, kommentierte Großbritanniens Premierministerin Theresa May. “Es ist eine internationale Attacke. Mehrere Länder und Einrichtungen sind betroffen.”

Tatsächlich hat die Schadsoftware nach Angaben des russischen Computersicherheits-Spezialisten Kaspersky in den vergangenen Stunden besonders viele Computer in aller Welt angegriffen, die meisten davon in Russland.

Betroffen sind neben dem britischen Gesundheitswesen auch Unternehmen in Spanien, beispielsweise der Telefonanbieter Telefonica. Die spanische Regierung teilt mit, dass die Infrastruktur im Land nicht durch den Angriff beeinträchtigt ist.

Bereits seit März gibt es ein Update für Computer, das den Angriff verhindert. Offenbar halten einige Unternehmen ihre Rechner aber nicht auf dem aktuellen Stand.

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