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EP trotzt Trump und beschließt neue Emissionsgrenzen

Europa setzt unbeirrt auf mehr Klima- und Umweltschutz.

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EP trotzt Trump und beschließt neue Emissionsgrenzen

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Europa setzt unbeirrt auf mehr Klima- und Umweltschutz.
Trotz der Kehrtwende des US-Präsidenten in der Klimapolitik hat das Europäische Parlament am Mittwoch eine weitere Reduzierung von schädlichen Emissionen beschlossen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte zu Beginn der Plenardebatte:

“Die EU wird das Pariser Abkommen nicht neu verhandeln. Die 29 Artikel des Abkommens müssen jetzt umgesetzt und nicht neu verhandelt werden. Der Klimaschutz braucht keine Ablenkungen mehr.”

Präsident Trumps Abwendung vom Pariser Abkommen ist ein Schlag gegen den Klimaschutz, aber, wie zahlreiche Abgeordnete bemerkten, sie zeichnet kein vollständiges Bild der amerikanischen Realität.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten (S&D), Kathleen vam Brempt erklärte gegenüber Euronews:

“Es heißt ja immer, es gebe ein Europa der zwei Geschwindigkeiten. Ich sehe aber eine USA der zwei Geschwindigkeiten in Sachen Klimapolitik. Wir sollten sehr eng mit denjenigen US-Bundesstaaten und denjenigen Bürgermeistern zusammen arbeiten, die aktiv daran arbeiten, die Welt in eine des Klimaschutzes zu verändern. Europa wird alles daran setzen, den Klimawandel zu bekämpfen und das Pariser Abkommen am Leben zu erhalten.”

Das Europaparlament einigte sich auf eine Reduzierung von Emissionen in Industriebereichen, die nicht Teil des CO2-Marktes der EU sind.

Unsere Korrespondentin Isabel Marques da Silva ist für uns in Straßburg:

“Im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens stimmten die Abgeordneten für neue Emissionsbegrenzungen für die Bereiche Transport, Landwirtschaft, Hoch- und Tiefbau sowie für die Abfallwirtschaft. Sie sind zusammen für rund 60% Prozent der Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich.”