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Gewalt gegen Kandidatin im Wahlkampf: Kosciusko-Morizet Angreifer streitet ab


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Gewalt gegen Kandidatin im Wahlkampf: Kosciusko-Morizet Angreifer streitet ab

Am Ende hat es im französischen Wahlkampf einen Angriff gegen die konservative Kandidatin Nathalie Kosciusko-Morizet (kurz: NKM) gegeben. An diesem Samstag wurde die 44-jährige Politikerin ihrem von Augenzeugen identifizierten Angreifer gegenübergestellt, doch der Mann streitet alles ab.

Am Donnerstag war Nathalie Kosciusko-Morizet auf einem Markt beim Verteilen von Flugblätter für die Wahl von einem Mann angeschrien worden. “Bobo de merde” soll der Mann gebrüllt haben. Das kann man in etwa mit “Scheiss-Reiche” übersetzen. Dann soll er der Kandidatin ihre Flugblätter abgenommen und ins Gesicht geworfen haben. Die Politikerin wich zurück, fiel hin und verlor kurzzeitig das Bewusstsein.

Nathalie Kosciusko-Morizet wurde danach in ein Pariser Krankenhaus gebracht – wo sie auch der Regierugnschef besuchte.

Der mutmassliche Angreifer, ein 55-jähriger Lokalpolitiker aus dem Département Eure, hatte sich inzwischen der Polizei gestellt. Er wurde an diesem Samstag wegen Gewaltanwendung angeklagt und inhaftiert.

Nathalie Kosciusko-Morizet ist eine Spitzenpolitikerin der konservativen Partei LR – Les Républicains. Doch in ihrem Wahlkreis in Paris lag sie in der ersten Runde hinter dem Kandidaten Gilles Le Gendre von “En Marche” der Partei des neuen Präsidenten. Unter Nicolas Sarkozy war NKM Umweltministerin, sie gehörte auch zu den Präsidentschaftsbewerbern ihrer Partei, schnitt aber in der Urwahl der Mitglieder schlecht ab.

Auf Twitter dankte NKM allen, die sie nach dem Angriff unterstützt haben.


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