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Grenfell Tower: Bilder zeigen Ausmaß der Zerstörung


Großbritannien

Grenfell Tower: Bilder zeigen Ausmaß der Zerstörung

Nach dem Brand im Grenfell Tower in London ist die Zahl der Toten und für tot gehaltenen Vermissten auf 79 gestiegen. Das Ausmaß der Zerstörung wird durch ein Video aus dem ausgebrannten Hochhaus deutlich.

Die Londoner Polizei hat Aufnahmen aus dem Inneren des ausgebrannten Hochhauses Grenfell Tower veröffentlicht. “Es ist unglaublich schwierig, die Zerstörung in einigen Teilen des Gebäudes zu beschreiben”, sagte Stuart Cundy von Scotland Yard. Er habe viele Kriminalfälle untersucht, fügte er hinzu. “Aber nichts hat mich darauf vorbereitet, was ich dort drinnen gesehen habe.” Nach seinen Angaben wird die Suche in dem ausgebrannten Gebäude wahrscheinlich noch Wochen andauern.

Bislang seien offiziell erst fünf Opfer identifiziert. Es sei durchaus möglich, dass das nicht bei allen Todesopfern gelingen werde. Die Opferzahl könnte in den kommenden Tagen auch noch weiter steigen.


Das Feuer im Grenfell Tower im Stadtteil Kensington war in der Nacht auf Mittwoch aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen. Die Flammen hatten sich über die Fassade rasend schnell ausgebreitet. Viele Bewohner wurden im Schlaf überrascht. Berichten zufolge lebten zwischen 400 und 600 Menschen in dem 24 Stockwerke hohen Sozialbau. Die Feuerkatastrophe von London gehört zu den folgenschwersten Hochhausbränden weltweit.

Mit Blick auf die Ursache und mögliche Konsequenzen der Katastrophe geht Schatzkanzler Philip Hammond davon aus, dass die am Grenfell Tower benutzte brennbare Gebäudeverkleidung in Großbritannien verboten sei. Londons Bürgermeister Sadiq Khan brachte den Abriss veralteter Hochhäuser ins Gespräch. Sowohl die Behörden als auch das zuständige Bauunternehmen waren nach dem Brand in die Kritik geraten. Die erst vor kurzer Zeit angebrachte Verkleidung des Gebäudes soll Berichten zufolge zu der Katastrophe beigetragen haben. Zudem habe es im Grenfell Tower keine angemessenen Fluchtwege gegeben.

Mit einer Schweigeminute gedachten die Briten am Montagmittag der Opfer.