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Mali: 5 Tote, neue Islamistenallianz übernimmt Verantwortung


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Mali: 5 Tote, neue Islamistenallianz übernimmt Verantwortung

Bei einem Anschlag auf ein Hotel bei Malis Hauptstadt Bamako sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Eine bisher unbekannte Allianz islamistischer Gruppen mit Verbindung zu Al-Kaida hat die Verantwortung übernommen. Der Ableger der Terrororganisation Namens “Nusrat al Islam wal Muslimeen” ließ verlauten, der Anschlag sei einen Botschaft an die “Kreuzügler” im Land, das sie nirgend sicher sein könnten.

Unter den Opfern war ein portugiesisches Mitglied des EU-Ausbildungseinsatzes für die malischen Sicherheitskräfte und eine örtliche Mitarbeiterin der EU-Delegation. Zwei der fünf Toten waren Angreifer, wie die Behörden des westafrikanischen Lands mitteilten. Bei der Attacke auf das Hotel «Campement Kangaba» wurden acht Menschen verletzt, 36
weitere konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden, darunter auch 13 Franzosen. Ein rasches Einschreiten verhinderte offenbar Schlimmeres: An dem Einsatz waren Augenzeugen zufolge Sicherheitskräfte Malis, Frankreichs, der UN und der USA beteiligt.

In Mali kommt es immer wieder zu Angriffen islamistischer Extremisten. Im November 2015 hatten Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako angegriffen. Dabei nahmen sie rund 100 Gäste als Geiseln und töteten etwa 20. In dem Sahara-Staat sind mit Al-Kaida verbundene Terrorgruppen aktiv. Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer Extremisten und anderer Rebellengruppen gefallen, sie konnten nach einer Intervention französischer Streitkräfte zurückgedrängt werden. Erst vor gut einer Woche hatte die US-Botschaft in Mali vor einer erhöhten Gefahr durch Anschläge gewarnt.