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Brüsseler Bahnhofsattentäter identifiziert

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Brüsseler Bahnhofsattentäter identifiziert

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Einen Tag nach dem vereitelten Attentat am Brüsseler Zentralbahnhof hat die Staatsanwaltschaft Einzelheiten zum Angreifer und zum Geschehen veröffentlicht. Der Tatverdächtige, ein 36 Jahre alter Mann mit marokkanischen Wurzeln, wurde am Dienstagabend von patrouillierenden Soldaten erschossen. Er habe einen Koffer mit Nägeln und Gasflaschen bei sich gehabt, sagte ein Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft:

“Er wollte viel mehr Schaden anrichten, als er es getan hat. Er versuchte, den Koffer explodieren zu lassen, der fing Feuer, dann gab es eine kleine Explosion, er entfernte sich und der Koffer explodierte ein zweites Mal. Das war zwar eine stärkere Explosion, aber der Schaden hätte viel schlimmer sein können”, so Eric Van der Sypt.

Die genaue Identität des Mannes gab der Sprecher nicht bekannt, kürzte den Namen mit O. Z. ab. Der Verdächtige sei nicht für Terrortaten bekannt gewesen. Die Behörden behandeln die Tat als terroristischen Mordversuch. In Brüssel ist derweil wieder Normalität eingekehrt: Die Brandspuren an Boden und Decke im Bahnhof werden bereits beseitigt.


“Erfreulicherweise konnten wir sehr schnell an diesem Morgen, ab 8 Uhr 15 den öffentlichen Nahverkehr wieder freigeben und damit unsere Fähigkeit unter Beweis stellen, dass wir uns Bedrohungen in einer kompetenten Weise mit aller Entschlossenheit ruhig und klar entgegenstellen, um unsere Freiheit und Grundwerte zu schützen”, sagt der belgische Ministerpräsident Charles Michel.

Der getötete Verdächtige soll zuletzt im Brüsseler Stadtteil Molenbeek gewohnt haben. Seine Wohnung sei durchsucht worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft.