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Mehr als 150 Tote nach Öltanklasterexplosion


Pakistan

Mehr als 150 Tote nach Öltanklasterexplosion

Im Osten Pakistans sind bei der Explosion eines verunglückten Öl-Tanklasters mindestens 153 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 100 Verletzte würden behandelt. Der Lkw sei bei hoher Geschwindigkeit in einer scharfen Kurve umgekippt, nachdem ein Reifen geplatzt sei. Nach dem Unfall seien rund 500 Menschen aus der Umgebung herbeigeströmt und hätten versucht, auslaufendes Öl in Behältern aufzufangen. Die Polizei hatte noch versucht, die Unfallstelle abzusperren, die Menschen hätten sie aber ignoriert. Eine dreiviertel Stunde später ist der Tankzug dann explodiert, die BBC berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte, ein brennendes Feuerzeug habe die Explosion ausgelöst, ein Passant habe sich eine Zigarette anzünden wollen. Zwei Stunden brauchte die Feuerwehr, um den Brand zu löschen.

Es wird befürchtet, das sich die Zahl noch erhöhen wird, dutzende werden och vermisst. 40 Menschen wurden wegen ihrer schweren Verletzungen ausgeflogen, die nächste Spezialklinik ist über 100 Kilometer vom Unfallort entfernt. Unter den Toten waren auch 20 Kinder. Die Opfer wurden nach Angaben des behandelnden Arztes auf Kliniken in andere Städten verteilt, das örtliche Krankenhaus sei durch so viele Verletzte überfordert. Viele der Opfer seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt gewesen, ihre Identität solle nun mit Hilfe von DNA-Tests überprüft werden.

Öl ist für Dorfbewohner in Pakistan ein kostbares Gut. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung lebt dort laut Weltbank von rund drei Dollar am Tag.