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Missbrauchsvorwürfe: Kurienkardinal Pell legt Amt vorläufig nieder


Australien

Missbrauchsvorwürfe: Kurienkardinal Pell legt Amt vorläufig nieder

Einer der ranghöchsten Kurienkardinäle hat nach Missbrauchsvorwürfen in seiner Heimat Australien sein Amt vorübergehend niedergelegt. Der Finanzchef des Vatikan, George Pell erklärte, Papst Franziskus habe ihm die Erlaubnis für die Auszeit gegeben, um in Australien seine Unschuld zu beweisen.

Die Anschuldigungen seien komplett falsch, sagte Pell, der am 18. Juli zu einer gerichtlichen Anhörung in Melbourne geladen ist. Die australische Polizei und Pell führten nicht näher aus, worum genau es bei den Vorwürfen geht.

Pell erklärte auf einer Pressekonferenz in Rom:“Ich habe diese Art von Vorwürfen immer vollkommen klar und deutlich zurückgewiesen. Die neu erhobenen Beschuldigungen haben mich in meiner Entschlossenheit nur bestärkt. Das Gerichtsverfahren eröffnet mir die Möglichkeit, meinen Namen reinzuwaschen und dann hier nach Rom zu meinem Arbeitsplatz zurückzukehren.”

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Beschwerden gegeben über angebliche Fälle von Kindesmissbrauch während Pells Zeit als Priester und Erzbischof in Australien. Ihm wurde vorgeworfen, mehrere Jungen sexuell belästigt zu haben. Auch die neuen Verdachtsfälle sollen Jahrzehnte zurückliegen.