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Bad Füssing: Kardinal Meisner 83-jährig gestorben

Kardinal Joachim Meisner stand 25 Jahre lang an der Spitze des größten deutschen katholischen Bistums in Köln.

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Bad Füssing: Kardinal Meisner 83-jährig gestorben

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Der deutsche Kardinal Joachim Meisner ist tot. Der frühere Erzbischof von Köln sei am Mittwochmorgen während seines Urlaubs in Bad Füssing gestorben, sagte ein Sprecher des Erzbistums Köln. Meisner wurde 83 Jahre alt.

Der in Breslau geborene Meisner stand von 1989 bis 2014 an der Spitze des größten katholischen Bistums in Deutschland. Er galt lange Jahre als einflussreichster Vertreter des konservativen Flügels unter den deutschen Bischöfen. Meisner pflegte ein enges Verhältnis zu Papst Johannes Paul II. und insbesondere zu Papst Benedikt XVI.. Dagegen wandte er sich bis zuletzt gegen den Reformkurs von Papst Franziskus.

Meisner war einer von vier Unterzeichnern eines offenen Briefes an den Papst. Darin forderten die Kritiker im vergangenen September Aufklärung über das päpstliche Schreiben zu Familie und Liebe, “Amoris Laetitia”.

In dem Brief fragten sie den Papst unter anderem, ob wiederverheiratete Geschiedene in Ausnahmefällen an der Kommunion teilnehmen könnten. Im November, nachdem der Papst eine Antwort schuldig bgeblieben war, gingen sie mit ihren Zweifeln an die Öffentlichkeit, was für Unmut im Vatikan sorgte. In dem neuerlichen Brief bitten die Kardinäle den Papst um eine Audienz, um die aus ihrer Sicht mehrdeutigen Passagen zu klären.

Franziskus soll den Ende April verfassten Brief am 6. Mai erhalten haben, wie die Zeitung “L’Espresso” berichtete. Eine Antwort gab es bislang nicht. Zu den Verfassern gehören neben Meisner und dem deutschen Kardinal Walter Brandmüller auch der Italiener Carlo Caffarra und der US-Amerikaner Raymond L. Burke.




Der
Papst hatte auf das Schreiben nicht reagiert.