Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Leere Gefängnisse: Weg frei für niederländische Start-Ups


Welt

Leere Gefängnisse: Weg frei für niederländische Start-Ups

Die Anzahl von Häftlingen in den EU-Ländern Kroatien und Niederlande ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen.
Laut Statistiken verringerten sich die Zahlen der Gefangenen in beiden Ländern zwischen 2008 und 2015 um 28 Prozent, soviel wie in keinem anderen EU-Land in diesem Zeitraum.

Anteilsmäßig kamen in den Niederlanden 64,2 Häftlinge auf 100 000 Bewohner im Jahr 2015, in Kroatien waren es 79,07.
Damit hat die Niederlande innerhalb der EU eine der niedrigsten Häftlingsquoten, die nur in Dänemark, Schweden und Finnland unterboten wird.

Litauen hingegen verzeichnet innerhalb der EU die höchste Häftlingsquote, mit 251 Gefangenen pro 100 000 Einwohner.
In insgesamt 18 EU-Ländern kam es zu einer Abnahme der Gefangenenquote. In zehn Ländern hingegen stieg die Anzahl, darunter Portugal, Slowakei und Ungarn.

Aus Gefängnis mach Start-Up

In den Niederlanden sind aufgrund der fallenden Häftlingszahlen sogar mehrere Gefängnisse geschlossen worden. Dies lässt Spielraum für neue Nutzungsmöglichkeiten.
Dazu zählt das Breda Gefängnis im Süden des Landes. Das 1886 erbaute Gebäude beinhaltet einen Dom, ein taktischer Baustil, der das Überwachen vieler Menschen durch einen einzelnen Aufseher ermöglichte. Der luminöse Dom ist seit der Schließung des Gefängnisses renoviert worden und beherbergt nun Büros für Start-Ups und Selbstständige.


Alina Hirschhausen