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UNESCO erweitert Bauhaus-Welterbe


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UNESCO erweitert Bauhaus-Welterbe

Die UNESCO hat neue Stätten zum Welterbe erklärt. Im polnischen Krakau nahm das Komitee am Sonntag unter anderem diese Kandidaten in die begehrte Liste auf. Unterschieden wurde dabei zwischen Weltkultur- und Weltnaturerbe.

Der britische Nationalpark Lake District wurde trotz seiner reichhaltigen Flora und Fauna zum Kulturerbe erklärt. Das Komitee begründete seine Entscheidung mit der großen Bedeutung der Region als Ort der Inspiration für Schrifsteller und Künstler vom 18. Jahrhundert an. Der Park im Nordwesten Englands gilt als Wiege der britischen Romantik.

Auch die antike Stadt Aphrodisias im Südwesten der Türkei darf sich jetzt Weltkulturerbe nennen. Zahlreiche Ruinen der Stadt sond noch sehr gut erhalten. Der Valongo-Kai in Rio de Janeiro war ab 1811 der größte Ankunftshaften für versklavte Afrikanern weltweit. Ein wichtiger Ort der Erinnerung – nicht nur für Brasilien.

Bereits akzeptiert als Teil des Weltkulturerbes ist das Bauhaus in Weimar und Wirkungsstätten in Weimar und Dessau. Jetzt wurde das Bauhaus-Erbe um die Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau und die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes ADGB in Bernau ergänzt.

Auch der historische Stadtkern von Straßburg gehörte bereits zum kulturellen Welterbe. Das Komitee weitete die geschützte Zone vom Zentrum “Grand Ile” auf Teile der Neustadt aus. Sie war zwischen zwischen 1870 und 1918 unter deutscher Herrschaft gestaltet worden.


Der Nationalpark wurde vom UNESCO-Komitee zum Natur- und nicht zum Kulturerbe ernannt. Das verdankt er vor allem der Tatsache, dass sich zahlreiche Künstler von seiner laut UNESCO “pittoresken Ästhetik” inspirieren ließen.