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Triest: EU macht Westbalkanstaaten Hoffnung

Die Zukunft des Westbalkans liegt in der EU – das ist die Botschaft des Gipfels von Triest. Derweil wollen die Länder einen gemeinsamen Wirtschaftsraum schaffen.

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Die Zukunft des Westbalkans liegt in der Europäischen Union – so heißt es in der Abschlusserklärung des Gipfels von Triest. Serbien, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo: alle sechs Länder sitzen auf der EU-Wartebank. Bis zum Beitritt wollen sie wirtschaftlich eng zusammenarbeiten – dabei helfen sollen große Infrastrukturprojekte – unterstützt durch führende EU-Länder.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte in Triest: “Alle sechs Länder des westlichen Balkans wollen in die Europäische Union integriert werden. Die Bevölkerung in der Region unterstützt diesen Prozess ganz klar. Und die Europäische Union ist fest entschlossen, die Tür offen zu halten und sicherzustellen, dass für jedes der Länder eine Zukunft in unserer Union ist. Sobald die entsprechenden Reformen realisiert wurden, werden auch wir unser Wort halten.”

Voraussetzung für den Beitritt ist, dass die sechs Länder ihre Rechtssysteme an EU-Standards anpassen. Die besten Chancen haben Montenegro und Serbien, die Beitrittsverhandlungen laufen bereits. Die serbische Premierministerin Ana Brnabić sagte am Rande der Konferenz: “Für Serbien bleibt die Erweiterung die strategische Priorität. Sie ist eines unserer wichtigsten Ziele und für unseren Beitrittsprozess in die EU ist die Stabilität in der Region eine wichtige Voraussetzung. Deshalb sind wir sehr froh darüber, Teil des Berlin-Prozesses zu sein.”

Dieser heißt so, weil ihn die deutsche Bundeskanzlerin vor drei Jahren bei der ersten Westbalkankonferenz in Berlin angestoßen hat. Er soll vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Westbalkanstaaten vertiefen. Denn Stabilität in der Balkanregion bedeute Stabilität für ganz Europa, so Merkel am Mittwoch in Triest.