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Ostukraine: Rebellen rufen neuen Staat "Kleinrussland" aus

Prorussische Rebellen haben in der Ostukraine einen neuen Staat ausgerufen. "Kleinrussland" solle die ganze Ukraine umfassen, die Hauptstadt Kiew durch Donezk ersetzt werden.

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Ostukraine: Rebellen rufen neuen Staat "Kleinrussland" aus

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Prorussische Rebellen haben in der Ostukraine einen neuen Staat ausgerufen. “Kleinrussland” solle die ganze Ukraine umfassen, die Hauptstadt Kiew durch Donezk ersetzt werden. Mit ihrer Ankündigung stellen die moskautreuen Separatisten die bisherigen Friedenspläne in Frage.

Die “frühere Ukraine” sei nicht wiederherzustellen, erklärte Alexander Sachartschenko, Separatistenführer und Ministerpräsident der selbsternannten “Donezker Volksrepublik”: “Die Regierung der Ukraine hat unser Land zerstört, die Menschen in der Ukraine leiden. Wir müssen ihnen helfen, allerdings nicht mit kriegerischen Mitteln – es sei denn, Kiew zwing uns dazu. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen allen einen neuen Staat gründen.”

Die prowestliche Führung des Landes reagierte kämpferisch. Die Ukraine werde die Souveränität über den Donbass und die Krim wiederherstellen, sagte Petro Poroschenko am Rande eines Besuchs in Georgien. “Sie müssen verstehen, dass die Rebellenführer in Donezk und Luhansk keine ernstzunehmenden Politiker sind, eher Marionetten wie aus der Muppet Show. Sie führen lediglich die Vorgaben aus, die sie aus Russland bekommen”, so der ukrainische Präsident.

Doch selbst Moskau reagierte mit Kritik. Der Vorstoß der Donezker Rebellen gefährde den Minsker Friedensplan. Und auch die Verbündeten in Luhansk zeigten sich überrascht. Sie hätten von der Ausrufung “Kleinrusslands” erst aus den Medien erfahren.


Malorossiya, also “Kleinrussland”, tauften die Rebellen ihren Staat