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Israel entfernt Metalldetektoren am Tempelberg


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Israel entfernt Metalldetektoren am Tempelberg

Nach den jüngsten Unruhen wird Israel die nach einem Attentat an den Eingängen zum Tempelberg installierten Metalldetektoren entfernen. Das entschied das israelische Sicherheitskabinett am späten Montagabend, wie israelische Medien berichteten. Ein hochrangiger Beamter, der bei dem Treffen dabei war, sagte der Zeitung «Haaretz» zufolge, die Metalldetektoren sollten durch fortschrittliche technologische Hilfsmittel ersetzt werden. Das werde «kluge Überprüfung» überall in der Altstadt Jerusalems ermöglichen, um die Sicherheit der Besucher auf dem Gelände des Tempelbergs zu gewährleisten.

Drei arabische Attentäter hatten am 14. Juli am Tempelberg zwei israelische Polizisten getötet. Sie wurden dann selbst erschossen. Daraufhin hatte Israel Metalldetektoren installiert, was Unruhen mit inzwischen vier Toten und hunderten Verletzten auslöste.

Der zuständige UN-Sonderbeauftragte eine Lösung für den Konflikt noch diese Woche gefordert. «Es ist extrem wichtig, dass eine Lösung für die derzeitige Krise bis Freitag dieser Woche gefunden wird», sagte Nikolaj Mladenow, UN-Beauftragter für den Friedensprozess im Nahen Osten in New York. «Die Gefahren werden nur eskalieren, wenn wir ohne eine Lösung durch eine erneute Runde der Freitagsgebete gehen.» Zuvor hatte Mladenow den UN-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen über die aktuelle Lage im Nahen Osten unterrichtet. Schweden hatte zusammen mit Frankreich und Ägypten um die Sondersitzung gebeten. «Wir hoffen, dass die Mitglieder des Rates eine klare Botschaft an die Beteiligten schicken, dass sie deeskalieren, sich zurückhalten und Provokationen vermeiden müssen», sagte der schwedische UN-Botschafter Carl Skau vor dem Treffen. Eine gemeinsame Erklärung der 15 Sicherheitsratsmitglieder gab es aber zunächst nicht.